Gaspreisentwicklung: Ursachen, Prognosen und Sparmöglichkeiten
Steigende Gaspreise belasten viele Haushalte. Wir erklären, warum die Preise steigen und wie ihr Heizkosten senken könnt. ➤ Mehr erfahren!

Nachhaltiges Heizen ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewende – und wird darum vielfältig gefördert. Der Bund unterstützt Bürger:innen beim Einbau einer Wärmepumpe, aber auch bei Maßnahmen, die bestehende Heizungsanlagen optimieren oder die Gebäudeeffizienz verbessern. Das Bundesförderprogramm ist in der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) zusammengefasst.
Wichtig: Seit dem 1. Januar 2024 werden die Förderungen zum Heizungstausch nicht mehr vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) vergeben, sondern von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau).
Die Höhe der staatlichen Fördermittel hängt von verschiedenen Faktoren ab – unter anderem davon, was genau installiert wird. In der folgenden Liste findet ihr die Fördersätze für Wärmepumpen:
| Basisförderung | 30 % |
|---|---|
| Geschwindigkeits-Bonus 1 | 20 % |
| Einkommensabhängiger Bonus 2 | 30 % |
| Wärmepumpen-Bonus 3 | 5 % |
| Höchstfördersatz | 70 % |
1 Für den Austausch funktionstüchtiger Öl-, Kohle-, Nachtspeicher- oder mindestens 20 Jahre alter, funktionstüchtiger Gas-Heizungen. Gilt nur für selbstgenutztes Eigentum.
2 Für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von weniger als 40.000 €. Gilt nur für selbstgenutztes Eigentum.
3 Für den Einsatz von Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln oder Erdwärme, Wasser oder Abwasser als Wärmequelle.
Gut zu wissen
Näheres regelt das Infoblatt zu den förderfähigen Maßnahmen und Leistungen.
Grundsätzlich erhaltet ihr die Bundesförderung für den Austausch einer alten Heizanlage – wie etwa einer Gas- oder Ölheizung – gegen eine klimafreundliche Wärmepumpenheizung. Das BEG unterstützt euch aber nicht nur bei der Anschaffung und Installation, sondern fördert auch sogenannte Umfeldmaßnahmen:
Die Wärmepumpenförderung deckt im Idealfall bis zu 70 % der Kosten. Für den Rest könnt ihr zusätzlich einen zinsvergünstigten KfW-Kredit und einen Tilgungszuschuss beantragen. Hierfür gelten zwei Voraussetzungen: Euer zu versteuerndes Haushaltseinkommen liegt unter 90.000 Euro und ihr lebt selbst in der Immobilie, um die es geht.
Auch einige Länder bieten Förderprogramme für den klimafreundlichen Heizungstausch an. Ob und wie ihr hier weitere Unterstützung bekommt, hängt vom jeweiligen Bundesland ab.
Die Fördermittel können von verschiedenen Instanzen beantragt werden. Dazu gehören:
In manchen Fällen ist es möglich, dass die Anträge von unterschiedlichen Personen gestellt werden, solange die maximalen Förderungshöhen pro Kalenderjahr nicht überschritten werden. Auch mehrere Anträge für unterschiedliche Einzelmaßnahmen sind zulässig.
Nicht antragsberechtigt sind unter anderem politische Parteien sowie Personen, gegen die ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde bzw. die sich in einem laufenden Insolvenzverfahren befinden.
Für Bestandsgebäude könnt ihr den Zuschuss zur Wärmepumpe erhalten, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Dazu gehören auch die Einhaltung wichtiger Fristen sowie die Antragsberechtigung. Generell müssen folgende Grundbedingungen erfüllt sein:

Die Wärmepumpe wird überwiegend als Raumheizung, zur Trinkwassererwärmung, Warmwasserbereitung und zur Wärmebereitstellung für Wärmenetze verwendet.
Die geförderte Maßnahme muss das energetische Niveau des Gebäudes verbessern.
Das Gebäude, für das die Wärmepumpe installiert werden soll, muss sich in der Bundesrepublik Deutschland befinden.
Bei Erdwärmesonden gilt zudem, dass das zuständige Bohrunternehmen zertifiziert sein muss (gemäß DVGW W120-2) und eine gültige verschuldensunabhängige Versicherung vorliegt.
Die Wärmepumpe muss in der Liste der förderfähigen Anlagen stehen.
Luft/Luft-Wärmepumpen und Lüftungsanlagen sind förderfähig. Das Gesamtsystem muss hierbei eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von mindestens 3,0 erreichen.
Schließe einen Lieferungs- oder Leistungsvertrag mit geplantem Umsetzungsdatum und „unter Vereinbarung einer auflösenden oder aufschiebenden Bedingung der Förderzusage“. Das heißt: Falls ihr keine Förderung bekommt, wird das Vorhaben nicht oder erst später umgesetzt.
Beantrage mit diesem Lieferungs- oder Leistungsvertrag eure Förderung bei der KfW.
Wenn die Zusage da ist, kann die Umsetzung beginnen. Bei einer Absage wird das Vorhaben nicht oder erst später umgesetzt.

Mit unserem Wärmepumpen-Komplettset begleiten unsere Expert:innen euch vom Erstgespräch bis zur Inbetriebnahme –stehen euch also während des gesamten Wärmepumpen-Projekts zur Seite.
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Zur Wärmepumpen-BeratungDie Förderung gilt zunächst bis zum 31. Dezember 2040, bis zu diesem Datum könnt ihr also einen Zuschuss zur Wärmepumpe beantragen.
Neubauten werden grundsätzlich nicht im Rahmen der BEG gefördert. Die Förderung für Wärmepumpen im Neubau wird über spezielle Programme und zinsvergünstigte Kredite der KfW geregelt– zum Beispiel das KfW-Wohneigentumsprogramm (124) oder Wohneigentum für Familien (300).
Nein, nicht direkt. Allerdings zahlt ihr auf Photovoltaikanlagen momentan keine Mehrwertsteuer und spart somit beim Kauf. Darüber hinaus gibt es viele regionale Förderprogramme für Photovoltaikanlagen. Informiert euch hierzu am besten bei deiner Stadt oder Gemeinde.
Die Jahresarbeitszahl muss mindestens 3,0 erreichen, damit ihr für die Wärmepumpe einen Zuschuss erhalten könnt. Ihr möchtet euer Wärmepumpen-Know-how ein wenig auffrischen? Besuche gerne unsere Info-Seite zur Wärmepumpenheizung.
In der Regel bekommt ihr die Förderung auch, wenn ihr keinen separaten Stromzähler für eure Wärmepumpe installieren lasst. In einzelnen Fällen kann es jedoch finanziell von Vorteil sein, einen zweiten Zähler einzubauen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Strom verbraucht wird, desto eher lohnt sich ein zweiter, separater Wärmepumpenzähler.
Nein. Nur, wenn ihr über die KfW Wärmepumpenförderung hinaus auch einen Kredit bei der KfW aufnehmt, müsst ihr diesen, inklusive Zinsen, zurückzahlen.
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Worin unterscheiden sich die verschiedenen Wärmepumpen-Arten? In unserem Vergleich findet ihr es heraus.