Nachhaltiges Heizen ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewende – und wird darum vielfältig gefördert. Der Bund unterstützt Bürger:innen beim Einbau einer Wärmepumpe, aber auch bei Maßnahmen, die bestehende Heizungsanlagen optimieren oder die Gebäudeeffizienz verbessern. Das Bundesförderprogramm ist in der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) zusammengefasst.

ACHTUNG: Seit dem 21.7.2026 gelten neue Förderbedingungen nach dem BEG. Wir haben alle Informationen auf dieser Seite aktualisiert.

Das ändert sich ab Juli 2026
bei der Wärmepumpenförderung

Erhöhter Fördersatz

Für einkommensschwache Haushalte erhöht sich die Förderung zwischenzeitlich auf bis zu 80 %.

Förderung sinkt mittelfristig

Die Förderhöhe sinkt halbjährlich: Das erste Mal bereits im Februar 2027 Die Förderung ist daher umso höher, je früher der Antrag darauf gestellt wird.

Zusatz-Kredit für Einzelmaßnahmen

Für Kosten, die über den staatlichen Zuschuss zur Wärmepumpe hinaus gehen, bietet die KfW zusätzlich einen Kredit. Voraussetzung ist, dass ihr das Gebäude selbst bewohnt.

Wie hoch ist die Wärmepumpen-Förderung ab 2026?

Die maximale Fördersumme für ein Wärmepumpenprojekt ergibt sich aus der förderfähigen Investion und den Fördersätzen. In dieser Liste geben wir einen Überblick über die Bestandteile der Wärmepumpen-Förderung.

Fördersätze für Wärmepumpen ab Juli 2026

Basisförderung 2026 130 %
Klimageschwindigkeits-Bonus 216 %

Einkommensabhängiger Bonus 3

Zu versteuerndes Haushaltseinkommen 40.000-50.000 €

Zu versteuerndes Haushaltseinkommen 30.000-39.999 €

Zu versteuerndes Haushaltseinkommen unter 30.000 €

 

10 %

30 %

40 %

Höchstfördersatz80 %

1 Ab 2027: 15 %, ab dann weitere 15 % für Wärmepumpen "Made in EU"
2 Für den Austausch funktionstüchtiger Öl-, Kohle-, Nachtspeicher- oder mindestens 20 Jahre alter, funktionstüchtiger Gas-Heizungen. Gilt nur für selbstgenutztes Eigentum. Sinkt ab 2027 alle sechs Monate um 4 %. 

Wärmepumpen-Förderung für Mehrfamilienhäuser

Bei Mehrfamilienhäusern hängt die förderfähige Investitionssumme von der Anzahl der Wohneinheiten ab:

  • Für die erste Wohneinheit sind die förderfähigen Kosten auf 28.000 € begrenzt.
  • Die zweite bis sechste Wohneinheit werden zusätzlich mit bis zu 15.000 € je Wohneinheit gefördert.
  • Ab der siebten Wohnung sind es maximal 8.000 € pro Wohneinheit. 

Gut zu wissen:

Die Wärmepumpenförderung sinkt alle 6 Monate - erstmalig zum 1.2.2027:

  • Förderfähige Investitionskosten sinken alle sechs Monate um 750 €.
  • Der Klimageschwindigkeits-Bonus sinkt alle sechs Monate um 4 %.

Unser Tipp: Der Förderantrag sollte möglichst frühzeitig gestellt werden. Nach der Antragsstellung beträgt die Frist zur Umsetzung des Wärmepumpenprojekts 36 Monate.

Wärmepumpe-Beratung Team bei Green Planet Energy
Unsere Wärmepumpen-Expert:innen begleiten Sie bei jedem Schritt auf dem Weg zu Ihrer Wärmepumpe: Von der Beratung bis zur Installation.

Ihr habt Interesse an einer Wärmepumpe?

Ihr möchtet euch erstmal grundlegend darüber informieren, ob eine Wärmepumpe für euch infrage kommt? Dann nutze unsere „kleine“ Wärmepumpen-Beratung.

Zur Wärmepumpen-Beratung

Wo und wie kann ich die Fördermittel beantragen?

Vertrag schließen 

Voraussetzung für die Förderung ist ein unterschriebes Angebot. Dieses enthält eine sogenannte "aufschiebende oder aulösende Bedingung". Das heißt: Falls ihr keine Förderung bekommt, wird das Vorhaben nicht oder erst später umgesetzt.

Förderung beantragen

Mit dem unterzeichneten Angebot könnt ihr den Förderantrag direkt online bei der KfW stellen.

Förderzusage und Installation

Die Förderzusage kommt in den meisten Fällen innerhalb von wenigen Tagen. Danach bleiben 36 Monate Zeit für Installation und Inbetriebnahme der Wärmepumpe.

Fachhandwerker und Kunde stehen vor einem Transporter. Der Handwerker hat ein Klemmbrett mit Stift in der Hand.
Foto: © Jonas Wresch
Unser Angebot

Der sicherste Weg zur KfW-Wärmepumpenförderung

Mit unserem Wärmepumpen-Komplettset begleiten unsere Expert:innen euch vom Erstgespräch bis zur Inbetriebnahme – stehen euch also während des gesamten Wärmepumpen-Projekts zur Seite.

Zum Wärmepumpen-Komplettpaket

Wofür kann ich Fördermittel beantragen?

Grundsätzlich erhaltet ihr die Bundesförderung für den Austausch einer alten Heizanlage – wie etwa einer Gas- oder Ölheizung – gegen eine klimafreundliche Wärmepumpenheizung. Das BEG unterstützt euch aber nicht nur bei der Anschaffung und Installation, sondern fördert auch sogenannte Umfeldmaßnahmen:

  • Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle
  • Anlagentechnik (außer Heizung)
  • Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik)
  • Heizungsoptimierung
  • Fachplanung und Baubegleitung
  • Umfeldmaßnahmen (z.B. Abbau und Entsorgung der alten Heizungsanlage, Erschließung der Wärmequelle, Einbau von Flächenheizungen bzw. Austausch alter Heizkörper, Installation eines Speichers)

Ist die BEG-Förderung mit anderen Programmen kombinierbar?

Die Wärmepumpenförderung deckt im Idealfall bis zu 80 % der Kosten. Für den Rest könnt ihr zusätzlich einen zinsvergünstigten KfW-Kredit und einen Tilgungszuschuss beantragen. Hierfür gelten zwei Voraussetzungen: Euer zu versteuerndes Haushaltseinkommen liegt unter 90.000 Euro und ihr lebt selbst in der Immobilie, um die es geht.

Auch einige Länder bieten Förderprogramme für den klimafreundlichen Heizungstausch an. Ob und wie ihr hier weitere Unterstützung bekommt, hängt vom jeweiligen Bundesland ab. 

Wer ist antragsberechtigt?

Die Fördermittel können von verschiedenen Instanzen beantragt werden. Dazu gehören:

  • Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften bzw. deren Verwaltungen
  • Freiberufler:innen
  • Kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Gemeinde- und Zweckverbände, sowie rechtlich unselbständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften (diese müssen zu Zwecken der Daseinsvorsorge handeln)
  • Kammern und Verbände
  • Kirchen und andere gemeinnützige Organisationen
  • Unternehmen
  • Wohnungsbaugenossenschaften

In manchen Fällen ist es möglich, dass die Anträge von unterschiedlichen Personen gestellt werden, solange die maximalen Förderungshöhen pro Kalenderjahr nicht überschritten werden. Auch mehrere Anträge für unterschiedliche Einzelmaßnahmen sind zulässig.

Nicht antragsberechtigt sind unter anderem politische Parteien sowie Personen, gegen die ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde bzw. die sich in einem laufenden Insolvenzverfahren befinden.

Welche Voraussetzungen gibt es für die Wärmepumpenförderung?

Für Bestandsgebäude könnt ihr den Zuschuss zur Wärmepumpe erhalten, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Dazu gehören auch die Einhaltung wichtiger Fristen sowie die Antragsberechtigung. Generell müssen folgende Grundbedingungen erfüllt sein:

Wärmepumpe steht direkt an einem Bestands-Gebäude im Garten.
  • Das Gebäude, für das die Wärmepumpe installiert werden soll, muss sich in der Bundesrepublik Deutschland befinden. 

  • Bei Erdwärmesonden gilt zudem, dass das zuständige Bohrunternehmen zertifiziert sein muss (gemäß DVGW W120-2) und eine gültige verschuldensunabhängi­­ge Versicherung vorliegt. 

  • Die Wärmepumpe muss in der Liste der förderfähigen Anlagen stehen. 

  • Luft/Luft-Wärmepumpen und Lüftungsanlagen sind förderfähig. Das Gesamtsystem muss hierbei eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von mindestens 3,0 erreichen. 

Häufige Fragen zur Wärmepumpenförderung

Wie lange gibt es noch Förderung für die Wärmepumpe?

Die Förderung gilt zunächst bis zum 31. Dezember 2040, bis zu diesem Datum könnt ihr also einen Zuschuss zur Wärmepumpe beantragen.

Gibt es Unterschiede bei der Förderungshöhe für Alt- und Neubauten?

Neubauten werden grundsätzlich nicht im Rahmen der BEG gefördert. Die Förderung für Wärmepumpen im Neubau wird über spezielle Programme und zinsvergünstigte Kredite der KfW geregelt– zum Beispiel das KfW-Wohneigentumsprogramm (124) oder Wohneigentum für Familien (300).  

Vergibt der Staat eine Förderung für die Photovoltaik als Ergänzung einer bestehenden Wärmepumpe?

Nein, nicht direkt. Allerdings zahlt ihr auf Photovoltaikanlagen momentan keine Mehrwertsteuer und spart somit beim Kauf. Darüber hinaus gibt es viele regionale Förderprogramme für Photovoltaikanlagen. Informiert euch hierzu am besten bei eurer Stadt oder Gemeinde.

Ist die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpen für eine Förderung relevant?

Die Jahresarbeitszahl muss mindestens 3,0 erreichen, damit ihr für die Wärmepumpe einen Zuschuss erhalten könnt. Ihr möchtet euer Wärmepumpen-Know-how ein wenig auffrischen? Besuche gerne unsere Info-Seite zur Wärmepumpenheizung.

Ist ein eigener Stromzähler Pflicht für die Wärmepumpenförderung?

In der Regel bekommt ihr die Förderung auch, wenn ihr keinen separaten Stromzähler für eure Wärmepumpe installieren lasst. In einzelnen Fällen kann es jedoch finanziell von Vorteil sein, einen zweiten Zähler einzubauen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Strom verbraucht wird, desto eher lohnt sich ein zweiter, separater Wärmepumpenzähler. 

Muss ich die Wärmepumpenförderung zurückzahlen?

Nein. Nur, wenn ihr über die KfW Wärmepumpenförderung hinaus auch einen Kredit bei der KfW aufnehmt, müsst ihr diesen, inklusive Zinsen, zurückzahlen. 

Weitere Infos zur Wärmepumpe

Wärmepumpen-Wissen

Erfahre mehr darüber, wie eine Wärmepumpe funktioniert, welche Vorteile sie bietet und was ihr beachten solltet.

Mehr Infos zu Wärmepumpen

Arten von Wärmepumpen

Worin unterscheiden sich die verschiedenen Wärmepumpen-Arten? In unserem Vergleich findet ihr es heraus.

Infos zu den Wärmepumpen-Arten

Aktuelles aus der Welt der Wärmepumpen

Wärme

Wärmepumpe und PV kombinieren? Das solltet ihr beachten.

Das Heizen per Wärmepumpe ist klimafreundlich und kostensparend. Denn Wärmepumpen arbeiten besonders effizient, wandeln also viel der zur Verfügung stehenden Energie in Wärme um. Und: Ein Großteil dieser Energie kommt kostenlos, zum Beispiel aus der Luft oder dem Erdreich. Wer die Wärmepumpe mit PV verbindet, kann zusätzlich Stromkosten sparen. Wir verraten euch, worauf es dabei ankommt.

Wärme

Wärmepumpe bei Minusgraden: Wichtige Infos und Tipps

Ob durch den steigenden CO2-Preis oder geopolitische Konflikte: Öl und Gas werden immer teurer. Viele Menschen wollen darum jetzt auf eine Wärmepumpe umsteigen – fragen sich aber, ob diese auch an kalten Wintertagen zuverlässig heizt? Wir beantworten euch die wichtigsten Fragen rund ums Heizen per Wärmepumpe bei Frost und Schnee.

Wärme

Gaspreisentwicklung: Ursachen, Prognosen und Sparmöglichkeiten

Die steigenden Gaspreise betreffen viele von euch – sei es durch höhere Heizkosten, politische Unsicherheiten oder Diskussionen um Nachhaltigkeit und Energiesicherheit. In diesem Beitrag erklären wir die wichtigsten Aspekte und geben euch praktische Tipps, wie ihr nicht nur eure Energiekosten reduzieren, sondern auch zum Klimaschutz beitragen könnt.

Wärme

Wärmepumpe einstellen und effizienter heizen: So geht's

Mit einem Wirkungsgrad von 200 bis 500 % machen Wärmepumpe aus jeder Kilowattstunde Strom 2 bis 5 Kilowattstunden Wärme. Wir zeigen euch, wie ihr eure Wärmepumpe einstellen und den Energieverbrauch so zusätzlich senken könnt – sowohl beim Heizen als auch bei der Versorgung mit Warmwasser.

Wärme

Wärmepumpe mieten oder kaufen: Was lohnt sich mehr?

Ein gemütlich warmes Zuhause und Umweltschutz schließen sich nicht aus: Mit einer Wärmepumpe können Hauseigentümer:innen nachhaltig heizen und dabei gleichzeitig Energiekosten sparen. Das gilt für Neubauten genauso wie für Bestandsgebäude. Doch die hohen Anschaffungskosten lassen viele erstmal schlucken: Lohnt sich die Investition oder ist Wärmepumpe mieten statt kaufen die bessere Wahl? Wir schauen uns beides genauer an.

Wärme

Wärmepumpen und ihr Stromverbrauch: Was ihr wissen müsst

Wer auf ein neues Heizsystem umsteigt, stellt sich viele Fragen – besonders zum Energieverbrauch und den laufenden Kosten. In diesem Beitrag zeigen wir, welche Faktoren den Stromverbrauch von Wärmepumpen beeinflussen und wie ihr ihn optimieren könnt.