Der wichtigste Punkt ist sicherlich: ist die Raumtemperatur angenehm, auch wenn es draußen sehr kalt ist? In den ersten zwei Februarwochen 2021 war es in Deutschland ziemlich kalt. Eine aktuelle Auswertung von 20 Luft/Wasser-Wärmepumpenanlagen, bei denen die Messwerte am Fraunhofer ISE kontinuierlich erfasst werden, hat folgendes gezeigt: Die mittlere Außenlufttemperatur bei den ausgewerteten Wärmepumpen betrug in dieser Zeit -3,6 °C (Wie kalt das ist, zeigt der Umstand, dass es in den letzten 50 Jahren nur 5 Monate mit mittleren Temperaturen unter -3,5 °C in Deutschland gab).
Die Effizienz von 17 Anlagen (die drei besten in voll sanierten Häusern wurden nicht berücksichtigt) betrug in dieser Zeit 2,3 – wobei die Bandbreite zwischen 1,6 und 2,8 lag. Das heißt, selbst bei so kalter Witterung konnte aus jeder Kilowattstunde Strom aus der Umgebungsluft mehr als doppelt so viel Wärme gewonnen werden. Die Anlage mit der niedrigsten Effizienz musste mit der niedrigsten mittleren Außenlufttemperatur von -10,2 °C arbeiten. Bei nur fünf Anlagen kamen die Heizstäbe zum Einsatz und fanden bei der Ermittlung der Effizienz Berücksichtigung. Und: Alle Anlagen konnten die gewünschte Heizwärme bereitstellen.
Dass Wärmepumpen auch bei sehr niedrigen Außentemperaturen erfolgreich arbeiten, zeigt sich auch daran, dass sie in Ländern mit deutlich strengeren Wintern, wie zum Beispiel in Skandinavien, bereits weit verbreitet sind. Auf dem Markt gibt es Produkte, die sogar bei -25 °C ohne Heizstab arbeiten.