Update vom 30.9.2022

Die auf dieser Seite zur Verfügung gestellten Informationen aktualisieren wir fortlaufend.

Die Bundesregierung hat die von ihr zuvor geplante Gasbeschaffungsumlage wieder gekippt. Zur Stabilisierung angeschlagener Gasimporteure sollen stattdessen alternative Finanzierungsmaßnahmen greifen. Zudem werde eine Gaspreisbremse geschaffen, so der Beschluss der Bundesregierung.

Sobald alle Details dieser politisch beschlossenen Maßnahmen - wie der Gaspreisbremse, aber auch der noch nicht gesetzlich geltenden Umsatzsteuerabsenkung für Gas – feststehen, kalkulieren wir unsere aktuellen Preise neu. Anschließend werden wir unsere Kund:innen umgehend informieren und Abschlagszahlungen entsprechend anpassen.

Bitte beachten Sie:

  • Aufgrund der sehr hohen Einkaufspreise werden wir unsere Gaspreise zum Jahreswechsel 2022/23 – wie alle anderen Energieanbieter – wahrscheinlich deutlich erhöhen müssen. Inwieweit sich die von der Bundesregierung neu beschlossene Gaspreisbremse auf die neuen Preise auswirken wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Auch hierzu informieren wir unsere Kund:innen so bald wie möglich.
  • Bitte passen Sie Ihre Abschläge nicht vorher an, da momentan noch nicht feststeht, wie hoch die Preiserhöhungen ausfallen.
  • Wir raten in jedem Fall dazu, schon jetzt persönliche Vorsorge zu treffen und im Rahmen Ihrer Möglichkeiten Geld beiseitezulegen.

Antworten auf weitere häufige Fragen finden Sie hier

Hintergrund zur Gaspreiskrise

Schon vor dem russischen Angriff auf die Ukraine war die Lage auf dem Gasmarkt äußerst angespannt: Die Beschaffungspreise schossen bereits im Oktober 2021 auf zuvor völlig ungekannte 70 Euro pro Megawattstunde (im Sommer lagen sie noch bei 15 Euro pro Megawattstunde). Ein Hauptgrund war die Sorge der Händler:innen wegen gedrosselter Lieferungen durch Gazprom. Das russische Staatsunternehmen weigerte sich, Gas durch die dafür vorgesehenen Leitungen zu pumpen.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck rief im Juni 2022 die Gas-Alarmstufe aus

Seit Ausbruch des Krieges sind die Beschaffungspreise für Gas noch weiter gestiegen, im Juni 2022 überschritten sie erstmals die Grenze von 100 Euro pro Megawattstunde. Angesichts weiter gedrosselter Lieferungen durch die Pipeline Nordstream 1 rief die Bundesregierung am 23. Juni die zweite von drei Eskalationsstufen im so genannten „Notfallplan Gas“ aus. Laut Bundeswirtschaftsminister Habeck sei die nationale Gasversorgung „gestört“.

Die Versorgungsicherheit ist derzeit gewährleistet. Privathaushalte sind besonders geschützt.

Die Lage auf dem Gasmarkt ist nach wie vor sehr angespannt und dürfte dies auch weiterhin bleiben. Nach Aussage der Bundesregierung ist der Markt derzeit aber noch in der Lage, die jetzigen Engpässe zu bewältigen. Die Gasspeicher sind gut gefüllt, die Versorgungssicherheit ist aktuell gewährleistet – und auch wir können unsere Bestandskund:innen aktuell zuverlässig mit proWindgas beliefern. Ohnehin sind private Haushalte bei der Gasversorgung besonders geschützt.

Wir beobachten die Marktentwicklung und die nächsten Schritte der Bundesregierung sehr genau und bereiten uns auf mögliche Szenarien vor. Natürlich werden wir Sie, unsere Kund:innen und Mitglieder, über weitere Entwicklungen und mögliche Konsequenzen auf dem Laufenden halten.

Die Preise für unsere proWindgas-Tarife werden 2023 voraussichtlich stark angehoben

Wir verstehen, dass die extrem hohen Preise auf dem Gasmarkt und die zu erwartenden Folgen bei Verbraucher:innen Fragen aufwerfen und Sorgen bereiten. Tatsächlich ist auch bei Green Planet Energy schon jetzt erkennbar, dass die Preise unserer proWindgas-Tarife spätestens zum 1. Januar 2023 stark steigen werden, weil wir selbst Gas viel teurer als zuvor üblich einkaufen müssen. Es werden aber auch bei praktisch allen anderen Gasanbietern die Preise für Endkund:innen ansteigen, weil sich alle im selben, derzeit extremen Markt bewegen. Inwieweit sich die kürzlich von der Bundesregierung beschlossene Gaspreisbremse auf diese nötigen Preiserhöhungen auswirkt, werden wir unseren Kund:innen mitteilen, sobald alle Details dieser Preisbremse feststehen.

Von einer Erhöhung der monatlichen Abschläge vor Bekanntgabe der neuen Preise raten wir ab

Wir raten Ihnen daher derzeit von einer Erhöhung Ihres Abschlags ab! Denn wir können zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nicht sagen, wie hoch unsere künftigen Gaspreise konkret ausfallen werden. Das liegt unter anderem daran, dass wir noch Teilmengen an Gas zukaufen und wir unsere Preise erst exakt kalkulieren können, wenn dies abgeschlossen ist. Zum anderen haben auch wir noch keine Informationen über die genaue Ausgestaltung der Gaspreisbremse, die die Bundesregierung beschlossen hat. Welche Folgen dies auch für unsere Preise haben wird, lässt sich aktuell noch nicht beziffern.

Wir empfehlen finanzielle Vorsorge zu treffen und im Alltag Energiesparmöglichkeiten zu berücksichtigen

Wegen der absehbaren Preissteigerung bei proWindgas spätestens zum 1. Januar 2023 raten wir Ihnen aber dazu, schon jetzt persönliche Vorsorge zu treffen und im Rahmen Ihrer Möglichkeiten Geld beiseitezulegen.
Und nicht zuletzt: Nutzen Sie unsere oft überraschend einfach umsetzbaren Energiespar-Tipps für Haushalt und Home Office, um ihren Verbrauch zu senken.