Zum 1. Oktober 2022 greifen mehrere von der Bundesregierung beschlossene und zeitlich befristete Umlagen, die die Gaspreise für Verbraucher:innen erhöhen werden. Die sogenannte Gasbeschaffungsumlage beträgt 2,419 Cent pro Kilowattstunde. Daneben werden weitere Umlagen eingeführt bzw. angepasst, die am 18. August von der zuständigen Trading Hub Europe veröffentlicht wurden. Diese fallen zwar insgesamt geringer als die Gasbeschaffungsumlage aus. Dennoch lassen sie die Kosten für Verbraucher:innen weiter ansteigen. Am selben Tag erklärte die Bundesregierung, den Mehrwertsteuersatz auf Gas auf sieben Prozent zu senken. Der reduzierte Mehrwertsteuersatz gilt für den Zeitraum der Umlagen. Quelle:tagesschau.de

Wir werden unsere Kund:innen zeitnah darüber informieren, wie sich sowohl eine Weitergabe der angekündigten Mehrwertsteuersenkung als auch die zusätzlichen Gasumlagen konkret für sie niederschlagen. Die auf dieser Seite dazu zur Verfügung gestellten Informationen aktualisieren wir fortlaufend. Weitere Details zu den neuen Umlagen finden Sie auf den Seiten der zuständigen Trading Hub Europe (THE).

Bitte beachten Sie:

  • Zusätzlich zu den Umlagen wird eine reguläre Preisanpassung voraussichtlich zum Jahreswechsel erfolgen: Aufgrund der extrem hohen Einkaufspreise werden wir unsere Gaspreise im Jahr 2023 – wie alle anderen Energieanbieter – wahrscheinlich deutlich erhöhen müssen.
  • Bitte passen Sie Ihre Abschläge nicht vorher an, da momentan noch nicht feststeht, wie hoch die Preiserhöhungen ausfallen. Sobald wir Genaueres wissen, werden wir Sie informieren.  
  • Wir raten dazu, schon jetzt persönliche Vorsorge zu treffen und im Rahmen Ihrer Möglichkeiten Geld beiseitezulegen.

Antworten auf weitere häufige Fragen finden Sie hier

Schon vor dem russischen Angriff auf die Ukraine war die Lage auf dem Gasmarkt äußerst angespannt: Die Beschaffungspreise schossen bereits im Oktober 2021 auf zuvor völlig ungekannte 70 Euro pro Megawattstunde (im Sommer lagen sie noch bei 15 Euro pro Megatwattstunde). Ein Hauptgrund war die Sorge der Händler:innen wegen gedrosselter Lieferungen durch Gazprom. Das russische Staatsunternehmen weigerte sich, Gas durch ukrainische Leitungen zu pumpen.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat im Juni 2022 die Gas-Alarmstufe ausgerufen

Seit Ausbruch des Krieges sind die Beschaffungspreise für Gas noch weiter gestiegen, im Juni 2022 überschritten sie erstmals die Grenze von 100 Euro pro Megawattstunde. Angesichts weiter gedrosselter Lieferungen durch die Pipeline Nordstream 1 rief die Bundesregierung am 23. Juni die zweite von drei Eskalationsstufen im so genannten „Notfallplan Gas“ aus. Laut Bundeswirtschaftsminister Habeck sei die nationale Gasversorgung „gestört“.

Neue Gasumlagen zum 1. Oktober

Die Bundesregierung hat mehrere allgemeine Umlagen beschlossen, die ab dem 1. Oktober 2022 greifen sollen, darunter die sogenannte Gasbeschaffungsumlage. Sie soll dazu dienen, die Mehrkosten der Gasbeschaffung der Gasimportunternehmen auf Gas-Verbraucher:innen umzulegen. Die Höhe der Gasbeschaffungsumlage beträgt 2,419 Cent pro Kilowattstunde und wird ab Oktober 2022 monatlich über Ihre Abschlagszahlung abgerechnet. Das bedeutet für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden Mehrkosten in Höhe von rund 570 Euro pro Jahr (inklusive Mehrwertsteuer). Wie hoch Ihre persönlichen Mehrkosten ausfallen, hängt von Ihrem individuellen Verbrauch ab. Wir informieren Sie als proWindgas-Kund:innen zeitnah und fristgerecht über die Höhe Ihrer neuen Abschlagszahlung wie gewohnt schriftlich.

Die Versorgungsicherheit ist derzeit gewährleistet. Privathaushalte sind besonders geschützt.

Die Lage auf dem Gasmarkt ist nach wie vor sehr angespannt und dürfte dies auch weiterhin bleiben. Nach Aussage der Bundesregierung ist der Markt derzeit aber noch in der Lage, die jetzigen Engpässe zu bewältigen. Die Versorgungssicherheit ist aktuell gewährleistet, und auch wir können unsere Bestandskund:innen momentan zuverlässig mit proWindgas beliefern. Ohnehin sind private Haushalte bei der Gasversorgung besonders geschützt.

Wir beobachten die Marktentwicklung und die nächsten Schritte der Bundesregierung sehr genau und bereiten uns auf mögliche Szenarien vor. Natürlich werden wir Sie, unsere Kund:innen und Mitglieder, über weitere Entwicklungen und mögliche Konsequenzen auf dem Laufenden halten.

Die Preise für unsere proWindgas-Tarife werden 2023 voraussichtlich stark angehoben

Wir verstehen, dass die extrem hohen Preise auf dem Gasmarkt und die zu erwartenden Folgen für Verbraucher:innen auch bei Ihnen Fragen aufwerfen und Ihnen Sorgen bereiten. Tatsächlich ist auch bei Green Planet Energy schon jetzt erkennbar, dass die Preise unserer proWindgas-Tarife spätestens zum 1. Januar 2023 stark steigen werden, weil wir selbst Gas viel teurer als zuvor üblich einkaufen müssen. Es werden aber auch bei praktisch allen anderen Gasanbietern die Preise für Endkund:innen ansteigen, weil sich alle im selben, derzeit extremen Markt bewegen.

Von einer Erhöhung der monatlichen Abschläge vor Bekanntgabe der neuen Preise raten wir ab

Wir raten Ihnen derzeit dennoch von einer Erhöhung Ihres Abschlags ab! Denn wir können zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nicht sagen, wie hoch unsere künftigen Gaspreise konkret ausfallen werden. Das liegt zum einen daran, dass wir noch Teilmengen an Gas zukaufen und wir unsere Preise erst exakt kalkulieren können, wenn dies abgeschlossen ist. Zum anderen haben auch wir noch keine Informationen über die Höhe der Umlage, deren Einführung die Bundesregierung beschlossen hat. Welche Folgen die Umlage auch für unsere Preise haben wird, lässt sich aktuell noch nicht beziffern.

In jedem Falle – also sowohl bei einer außerordentlichen Preisanpassung infolge einer Intervention der Bundesregierung als auch bei einer regulären Preisanpassung – werden wir Sie rechtzeitig informieren, sodass Ihnen ausreichend Zeit bleibt, Ihren jeweiligen Abschlag an die neuen Preise anzupassen, sofern dieser nicht bereits automatisch durch uns angepasst wurde.

Wir empfehlen finanzielle Vorsorge zu treffen und im Alltag Energiesparmöglichkeiten zu berücksichtigen

Wegen der absehbar unvermeidlichen Preissteigerung bei proWindgas spätestens zum 1. Januar 2023 raten wir Ihnen aber dazu, schon jetzt persönliche Vorsorge zu treffen und im Rahmen Ihrer Möglichkeiten Geld beiseitezulegen.
Und nicht zuletzt: Nutzen Sie unsere oft überraschend einfach umsetzbaren Energiespar-Tipps für Haushalt und Home Office, um ihren Verbrauch zu senken.