Dr. Marek Miara: Bei der Wärmepumpen-Produktion geht es inzwischen um enorme Größenordnungen, sodass die Skaleneffekte – also auch die Auswirkungen auf die Kosten der Geräte – beträchtlich sein werden, sie werden entsprechend sinken. Allein in Deutschland werden die Hersteller kurzfristig geschätzte drei bis fünf Milliarden Euro in die Produktion investieren. Viele haben schon Fabriken gebaut oder bauen gerade. Es investieren aber nicht nur Europäer in Europa, auch internationale Akteure erkennen, dass jetzt in Europa Stückzahlen erreicht werden, die sie früher nur in USA oder Asien absetzen konnten. Das ist ein Zeitenwechsel. Nun kommen Hersteller, die um den Faktor zehn bis 20 größer als unsere Marken sind. Ich war zwar überrascht, dass zuerst der Wärme-Spezialist Viessmann von einem US-Unternehmen übernommen wurde, aber für die Wärmepumpe selbst und deren Verbreitung muss das nicht schlecht sein.