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EnergiewendeKohleausstiegKinderleicht eigenen Solarstrom produzieren

Kinderleicht eigenen Solarstrom produzieren

Über den Fördertarif Solarstrom plus unterstützen Kund:innen von Green Planet Energy die Installation von Solaranlagen im Rheinischen Braunkohlerevier. – Auch der zweite Teil unserer Blog-Reihe über neue PV-Projekte im Rheinischen Revier steht unter dem Motto: Sommer, Sonne, Solarstrom plus!

In der Kita St. Hubertus im rheinischen Kenten ermitteln hin und wieder junge Detektive. Energie-Detektive, um genau zu sein. Entdecken sie ein elektrisches Gerät – Lampen, Computer, Küchengeräte – kleben sie einen Blitz-Sticker darauf. „Die Kinder sollen entdecken, wofür wir im Alltag Elektrizität brauchen“, erklärt Anna Stieldorf, die Leiterin der Kindertagesstäte. Denn das Thema Nachhaltigkeit spielt in der Kita-Pädagogik eine große Rolle. Gemeinsam überlegen das Team und die Kinder, wie sie Strom sparen können. Zum Beispiel, indem sie das Licht ausschalten, wenn sie es nicht benötigen.

Doch das Sparen hat auch seine Grenzen. Und deshalb lernen die Kinder nun ebenso, wie man Strom selber macht: Das Dach ihrer Kita trägt jetzt eine Photovoltaikanlage.

Solaranlage am Kita-Trödeltag

Zufällig drängte sich alles beim alljährlichen Trödelmarkt der Kita, als die ersten der blau glänzenden Solarpaneele montiert wurden. Für Gesprächsstoff war mit der PV-Anlage im Rheinischen Braunkohlerevier gesorgt, denn die Energiewende erlebt man hier hautnah: Einige Eltern arbeiten für RWE und haben zugleich selbst bereits Solaranlagen auf ihren Dächern. Und manche überlegen, jetzt eine Wärmepumpe anzuschaffen. Der Abschied von der Braunkohle und der Umstieg auf Erneuerbare mag für manche umstritten sein, aber er ist auch mitten im Revier gelebte Realität.

„Hier in der Nähe des Tagebaus in Hambach sitzt man etwas zwischen allen Stühlen“, sagt Stieldorf. Auf der einen Seite steht die lange Bergbautradition in der Region, auf der anderen Seite der Umweltschutz und zunehmend auch die Folgekosten fossiler Energieträger. Die Energie-Detektive freuen sich so oder so über ihr neues Studienobjekt.

Green Planet Energy trägt dank Solarstrom plus die Hälfte der Kosten

Solaranlage auf dem Dach der St. Hubertus-Kita
Die Solaranlage auf dem Dach der St. Hubertus-Kita wurde von unseren Solarstrom plus-Kund:innen gefördert und liefert jede Menge sauberen Sonnenstrom / Foto (c) Andreas Fechner für Green Planet Energy

Mit 29,75 Kilowatt Spitzenleistung kann die Anlage den Strombedarf der Kita in den Sonnenmonaten zu fast 85 Prozent decken, erklärt Andreas Mock, der bei der katholischen Kirchengemeinde Bergheim für diese und andere Kindertagesstätten zuständig ist. Allein die St. Hubertus-Kita spart durch die eigene Sonnenenergie einen großen Teil der zuvor fast 2.000 Euro ein, die jährlich für Strom fällig waren. Zugleich geht mit der Solaranlage für das Kita-Team ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. „Wir haben schließlich eine Riesenfläche auf dem Dach, die nun endlich sinnvoll genutzt wird“, sagt Anna Stieldorf – mithilfe von Green Planet Energy, das aus seinem von Solarstrom plus-Tarifkund:innen gefüllten Fördertopf die Hälfte der Investitionssumme übernahm.

Für die Leiterin ist das Solardach allerdings nur der erste Streich. Das nächste Ziel ist ein Bauwagen als Kinder-Werkstattraum. Woher der Strom dafür kommen soll? Das Kita-Team und die Eltern liebäugeln jetzt mit einer Mini-Solaranlage auf dem Wagendach.

Dies ist der zweite Teil unserer Solarstrom plus-Serie. Hier finden Sie die weiteren Artikel der Serie:

Zukunft auf dem Dach

Kita-Solaranlage: Glücksgefühle im Kohlerevier

Kuckum bleibt: Ein Dorf trotzt den Kohlebaggern und setzt auf Solarenergie