Zwei Personen stehen mit dem Rücken zur Kamera auf einem Dach und halten ein PV-Paneel in der Hand. Sie tragen lilafarbenes Sicherheitsgeschirr. Die Sonne scheint.

Bürgerenergie: Energiewende zum Mitmachen

Seit unserer Gründung im Jahr 1999 sind wir als Genossenschaft organisiert. Denn für uns war schon immer klar: Energie sollte nicht einigen wenigen gehören, sondern möglichst vielen. Heute, mehr als 25 Jahre später, hat sich an dieser Überzeugung nichts geändert. Die sogenannte Bürgerenergie ist für uns also nichts Neues. Aber sie hat sich – gemeinsam mit uns – weiterentwickelt. Es gibt viele neue Möglichkeiten, sich auch als Einzelne:r an der Energiewende zu beteiligen. Drei davon stellen wir euch heute vor.

Inhalt

Bürgerenergie genossenschaftlich organisiert

Immer mehr Menschen in Deutschland wollen auf erneuerbare Energie aus der Nachbarschaft umsteigen – auch, um sich unabhängig von den Preisen am Weltmarkt zu machen. Aber wer hat schon die Mittel und das Know-how und das Geld, um einen Wind- oder Solarpark zu planen, zu bauen und zu betreiben? Wir! Darum unterstützen wir regionale Genossenschaften und Initiativen, die eigene Erneuerbare-Energie-Anlagen bauen wollen.

Zusammen: Landkraft Bürgerenergien 

Im Juni 2026 haben wir mit dem Bau eines neuen Biodiversitäts-Solarparks im niedersächsischen Dedendorf begonnen – gemeinsam mit der regionalen Genossenschaft Landkraft Bürgerenergien, die mehr als 20 % an der Betreibergesellschaft hält.

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Mehrere Personen beim symbolischen Spatenstich für den Solarpark Dedendorf auf einer Freifläche.

Bürgerenergie für Mieter:innen

Fast 53 % der Menschen in Deutschland wohnen zur Miete. Das heißt: Viele von euch können sich nicht einfach für eine Solaranlage auf dem Dach entscheiden, sondern sind auf ihre Vermieter:innen angewiesen. Genau darum gibt es Mieterstrom. Das Prinzip ist einfach: Zusammen mit den Vermietenden errichten wir eine Solaranlage auf den Dächern von Mehrfamilienhäusern. Den Strom, den diese Anlage produziert, können alle im Haus nutzen. Und das zu einem guten und stabilen Preis. 

Ganzheitlich: Beispiel Ossendorfer Gartenhöfe 

Zusammen mit der Kölner Baugenossenschaft Die Ehrenfelder eG bauen wir in Köln die bislang größte Mieterstromanlage der Stadt. So kann bald ein komplettes Quartier mit 435 Wohnungen lokal erzeugten Solarstrom nutzen.

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Luftaufnahme der Kölner Wohnanlage Ossendorfer Gartenhöfe mit Solaranlagen auf den Dächern mehrerer Gebäude.

Bürgerenergie auf politischer Ebene

Auch die Politik hat erkannt, wie wichtig es ist, Bürger:innen direkt in die Energiewende einzubeziehen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ermöglicht es Betreibern von Windkraftanlagen darum, pro erzeugter Kilowattstunde Strom 0,2 Cent an die Standortkommunen zu zahlen. Geld, von dem etwa Kitas und Schulen profitieren. Zusätzlich gibt es in vielen Bundesländern eigene Beteiligungsgesetze. In Niedersachsen haben zum Beispiel alle Anwohner:innen im Umkreis von 2,5 Kilometern um einen neuen Windpark Anspruch auf 0,1 Cent je Kilowattstunde. Bürgerenergie auf politischer Ebene  

Auch die Politik hat erkannt, wie wichtig es ist, Bürger:innen direkt in die Energiewende einzubeziehen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ermöglicht es Betreibern von Windkraftanlagen darum, pro erzeugter Kilowattstunde Strom 0,2 Cent an die Standortkommunen zu zahlen. Geld, von dem etwa Kitas und Schulen profitieren. Zusätzlich gibt es in vielen Bundesländern eigene Beteiligungsgesetze. In Niedersachsen haben zum Beispiel alle Anwohner:innen im Umkreis von 2,5 Kilometern um einen neuen Windpark Anspruch auf 0,1 Cent je Kilowattstunde. 

Zukunft: Bürgerwindpark Haßberge 

Unser Bürgerwindpark im bayerischen Landkreis Haßberge steckt noch mitten in der Planungsphase. Klar ist aber jetzt schon: Die drei beteiligten Kommunen und ihre Bürger:innen werden direkt davon profitieren: über die bundesweite EEG-Regelung und die freiwillige kommunale Abgabe, die Bayern festgelegt hat.

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Zusammenfassung

  • Bürgerenergie macht die Energiewende zum Gemeinschaftsprojekt: Über regionale Genossenschaften können sich Bürger:innen direkt an erneuerbaren Energieprojekten beteiligen, ohne selbst einen Solar- oder Windpark planen und betreiben zu müssen.

  • Auch Mieter:innen können von lokal erzeugtem Solarstrom profitieren: Mieterstrommodelle ermöglichen es, Solarstrom direkt vom Dach des eigenen Wohngebäudes zu nutzen und dabei von stabilen und fairen Strompreisen zu profitieren.

  • Politische Regelungen sorgen für direkte Vorteile vor Ort: Durch kommunale Beteiligungen und Bürgerbeteiligungsgesetze profitieren Gemeinden und Anwohner:innen finanziell von neuen Wind- und Solarprojekten in ihrer Region.

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