Die Gemeinden hatten sich im Rahmen eines gemeinsamen Auswahlverfahrens mit insgesamt zehn Bewerber:innen für Green Planet Projects als Projektentwicklungspartner entschieden. Ausschlaggebend waren insbesondere die regionale Verankerung des Unternehmens, die Beteiligungsangebote für Bürger:innen und Kommunen sowie die langfristig angelegte Zusammenarbeit vor Ort. Das Unternehmen ist mit dem Windpark Sailershäuser Wald bereits in der Region aktiv und verfügt über Erfahrung in der partnerschaftlichen Entwicklung kommunaler Windenergieprojekte. 

Regionale Wertschöpfung und Bürgerbeteiligung im Fokus 

Das Projekt sieht aktuell bis zu elf Windenergieanlagen auf Flächen in den drei Kommunen vor. Ein zentrales Merkmal des Vorhabens ist die enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden sowie die geplante Beteiligung regionaler Akteur:innen und Bürgerenergiegenossenschaften. Ziel ist es, die Wertschöpfung möglichst in der Region zu halten und die Bevölkerung frühzeitig einzubinden. „Zu diesem Zweck war auch die GUT Haßberge, welche die Energiewende im Landkreis zur Unterstützung der Kommunen koordiniert, von Beginn an am Projekt beteiligt“, sagt ein Sprecher der GUT Haßberge mbH. 

Geplant sind unter anderem Beteiligungsmöglichkeiten für Kommunen und Bürger:innen – etwa über die freiwillige kommunale Abgabe gemäß BayWiVG in Verbindung mit § 6 EEG. Dadurch profitieren Gemeinden und Bevölkerung unmittelbar finanziell vom Ausbau der erneuerbaren Energien vor Ort. Gleichzeitig werden regionale Investitionen gestärkt und zusätzliche Einnahmen für die Kommunen geschaffen. 

„Wir freuen uns sehr über das Vertrauen der beteiligten Kommunen und auf die gemeinsame Umsetzung dieses wichtigen Projekts für die Region“, sagt Geschäftsführer Benjamin Beckert. „Die Energiewende gelingt dann besonders erfolgreich, wenn Kommunen, Eigentümer:innen sowie Bürger:innen aktiv eingebunden werden und direkt profitieren.“ 

Windenergie als Baustein für Bayerns Energiewende 

Die geplanten Windenergieflächen liegen in sogenannten Vorrang- und Vorbehaltsgebieten, die durch die Regierung von Unterfranken als höhere Landungsplanungsbehörde im Regionalplan Main-Rhön (3) ausgewiesen wurden. Dabei werden unter anderem Natur- und Artenschutz, Siedlungsabstände, Infrastruktur sowie Aspekte der Landschaftsplanung berücksichtigt. Die Flächen gelten damit bereits fachlich und räumlich als besonders geeignet für die Nutzung von Windenergie. 

Vorrang- und Vorbehaltsgebiete spielen eine zentrale Rolle für Bayerns Ziel, die Energieversorgung unabhängiger, klimafreundlicher und regionaler aufzustellen. Mit dem „Energieplan Bayern 2040“ verfolgt der Freistaat das Ziel, den Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere der Windkraft, deutlich zu beschleunigen und geeignete Flächen frühzeitig zu sichern. 

Gerade für Süddeutschland gewinnt der Ausbau regionaler Windenergie zunehmend an Bedeutung, da bislang große Strommengen aus windstarken Regionen Norddeutschlands über weite Strecken transportiert werden müssen. Mehr Windkraft vor Ort bedeutet kürzere Transportwege, mehr regionale Versorgungssicherheit und langfristig auch eine Entlastung der Stromnetze. Gleichzeitig stärkt eine dezentrale Energieversorgung die Resilienz des Energiesystems und erhöht die regionale Wertschöpfung. 

In den kommenden Monaten folgen vertiefende Planungen, naturschutzfachliche Untersuchungen sowie weitere Gespräche mit Eigentümer:innen und Bürger:innen der Region. Gemeinsam mit dem zuständigen Förster sollen dabei auch Möglichkeiten für eine möglichst waldschonende Platzierung der geplanten Windenergieanlagen im Wald bezüglich des Standortes Aidhausen geprüft werden.

Über Green Planet Energy 

Green Planet Energy, 1999 von Greenpeace gegründet, gehört ihren mehr als 50.000 Mitgliedern und ist damit Deutschlands größte Energiegenossenschaft. Sie versorgt rund 200.000 Haushalte und Geschäftskund:innen mit innovativen Ökostrom- und Gasprodukten. Dabei setzt Green Planet Energy auf Stromerzeugung aus 100 Prozent erneuerbaren Energien: Die Genossenschaft betreibt Wind- und Solarparks sowie Elektrolyseure zur Produktion von grünem Wasserstoff (Windgas) und bezieht Strom ausschließlich aus Direktlieferverträgen – garantiert ohne Kohle- oder Atomstrom. Green Planet Energy unterstützt Kund:innen, Unternehmen und Kommunen bei ihrer Energiewende - von der eigenen Wärmepumpe über PV-Anlagen und Mieterstromprojekte bis hin zur kommunalen Wärmeplanung. Als nicht profitmaximierende Genossenschaft engagiert sich Green Planet Energy auch politisch für eine nachhaltige und sozial gerechte Energiewende. green-planet-energy.de 

 

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