Hier finden Sie Antworten auf häufig an uns gerichtete Fragen – zu unseren Produkten, zur Windgas-Technologie oder rund um das Thema Anbieterwechsel. Sollte Ihre Frage hier nicht dabei sein, nutzen Sie gerne unsere vielfältigen Kontaktmöglichkeiten.

Mit dem Gesetzentwurf der Ampel-Regierung, über den am 28.4. im Bundestag abgestimmt wurde, will der Bund Sie angesichts stark gestiegener Energiekosten entlasten. Ab dem 1. Juli 2022 sollen Verbraucher:innen und Unternehmen keine EEG-Umlage mehr über die Stromrechnung bezahlen. Die EEG-Umlage für Letztverbraucher:innen, die zuletzt 3,72 Cent pro Kilowattstunde (4,43 Cent inkl.Umsatzsteuer) betrug, wird dann auf Null gesenkt. Anstatt dessen soll die EEG-Umlage zukünftig aus den Energie- und Klimafonds (EKF) finanziert werden.

Das Gesetz will sicherstellen, dass die finanzielle Entlastung bereits ab Juli 2022 direkt an Sie weitergegeben und nicht dazu genutzt wird, um die Gewinnmargen auf Seiten der Stromversorger zu erhöhen. Entsprechend wird auch bei Green Planet Energy der Arbeitspreis für Strom um den Betrag der wegfallenden EEG-Umlage sinken. Der Zahlbetrag Ihrer nächsten Jahresverbrauchsabrechnung reduziert sich in Abhängigkeit von Ihrem Verbrauch um den Betrag von brutto 4,43 Cent pro Kilowattstunde.

Eine Abschlagsabsenkung ist angesichts der angespannten Situation auf dem Energiemarkt im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine nicht ratsam. Auch wir können aufgrund der schwierigen Beschaffungssituation nicht ausschließen, unsere Preise nach Ablauf der geltenden Preisgarantie ab 2023 erhöhen zu müssen.

Daher empfehlen wir Ihnen, Ihre Abschläge zum jetzigen Zeitpunkt auf dem bisherigen Niveau zu belassen und erst zu Beginn des nächsten Jahres (z.B. über unser Onlineportal) anzupassen, sobald die Preise für 2023 feststehen. Sie möchten Ihre Energiekosten senken? Hier finden Sie hilfreiche Energiespar-Tipps.

Als Entlastung halten wir diesen Schritt für Sie grundsätzlich für richtig. Falls die Preise an den Strommärkten weiter hoch bleiben, dürfte dies die erhoffte Kostensenkung kompensieren. Für Verbraucher:innen mit geringen Einkommen und von Armut Betroffene fordern wir eine stärkere Unterstützung. Ein weiterer wichtiger Punkt: Bislang diente die EEG-Umlage in einigen Fällen als wichtiges Steuerungselement, etwa um umlagebefreiten grünen Wasserstoff zu entlasten und voranzubringen. Hier muss die Politik Förder-Alternativen entwickeln. Vor allem aber muss sichergestellt sein, dass der Umstieg auf eine Finanzierung erneuerbarer Energien durch den Bundeshaushalt nicht zu zusätzlichen politischen Unsicherheiten führt, die den weiteren Ausbau hemmen.

Ein Sonderkündigungsrecht ist nicht vorgesehen. Für Sie als unsere Kund:innen gilt die bei Green Planet Energy übliche kurze Standard-Kündigungsfrist.

Stromversorger unterliegen im Fall der Abschaffung der EEG-Umlage keiner Benachrichtigungspflicht. Um Ressourcen zu schonen, sehen wir davon ab, Sie per Brief zu benachrichtigen. Stattdessen informieren wir unsere Kund:innen in allen Online-Kanälen und in unserem Mitgliedermagazin energy.

Alle, die über einen eigenen Zähler verfügen – egal ob Mieter:in, Eigenheimbesitzer:in, Geschäfts- oder Industriekund:in in ganz Deutschland. Sie müssen Ihre:n Vermieter:in auch nicht um Erlaubnis fragen, wenn Sie den Strom- oder Gasversorger wechseln möchten.

Wir senden Ihnen ein Formular per Post, das Sie ausgefüllt zurückschicken können, ein kostenloser Rückumschlag liegt bei. Oder Sie füllen das Online-Anmeldeformular auf unserer Homepage aus. Sie können sich aber auch telefonisch bei uns melden.

Alle notwendigen Daten finden Sie in der Regel auf Ihrer letzten Jahresverbrauchsabrechnung (Zählernummer, Kundennummer des bisherigen Anbieters, Verbrauch). Wenn Sie frisch eingezogen sind, brauchen wir nur das Einzugsdatum und die neue Zählernummer. Alle weiteren Formalitäten, welche die Versorgung an Ihrer neuen Abnahmestelle betreffen, erledigen wir für Sie.

Nein, in der Regel nicht. Sobald Sie sich bei uns angemeldet haben, kündigen wir für Sie Ihren bisherigen Versorgungsvertrag. Eine Ausnahme besteht, wenn Sie in eine neue Wohnung gezogen sind und mit dem Zähler in der neuen Wohnung zu Green Planet Energy wechseln. In diesem Fall können wir die Kündigung Ihres alten Versorgungsvertrages in der bisherigen Wohnung nicht übernehmen.

Ein Hinweis noch: Green Planet Energy kann immer nur zu der mit dem bisherigen Anbieter vereinbarten, ordentlichen Kündigungsfrist kündigen. Wir können keine Sonderkündigung bei Preis- und/oder AGB-Änderungen aussprechen.

Wenn Sie gerade in eine neue Wohnung oder in andere Geschäftsräume umziehen, können Sie in der Regel von Anfang an unser Kunde werden, auch wenn Sie sich erst rückwirkend bis maximal sechs Wochen nach dem Einzug für uns entscheiden. Ansonsten dauert es - abhängig vom örtlichen Netzbetreiber und der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist mit dem bisherigen Versorger - rund zwei Wochen nach Vertragseingang, bis Sie unseren Ökostrom oder proWindgas erhalten. Wir informieren Sie selbstverständlich rechtzeitig über den Belieferungsbeginn.

Nein. Wir nutzen die vorhandenen Zähler und Leitungen. Diese sind und bleiben Eigentum des örtlichen Netzbetreibers, an den Green Planet Energy ein Nutzungsentgelt zahlt.

Die Rechnung erhalten Sie in Zukunft von uns - wie gewohnt einmal im Jahr. Die Abschlagszahlungen werden jeweils monatlich fällig. Geschäftskund:innen erhalten auf Wunsch gern eine Zwischenabrechnung für die Buchhaltung oder eine Rechnung zum Jahresende. Dazu benötigen wir lediglich den Zählerstand zum Abrechnungsdatum.

Auch für Privatkund:innen bieten wir auf Wunsch eine kostenpflichtige Zwischenabrechnung an, die online über das Zählerstanderfassungsformular beauftragt werden kann.

Zur Zählerstanderfassung

Einen verbilligten Nachtstromtarif gibt es bei uns leider nicht. Unser sauberer Strom hat immer den gleichen Preis. Sollten Sie jedoch über zwei getrennte Zähler verfügen, können Sie eventuell tagsüber Strom von Green Planet Energy beziehen und nachts von Ihrem örtlichen Versorger.

Ablesung und Wartung des Zählers übernimmt weiterhin der lokale Messstellenbetreiber. Wir zahlen ihm dafür eine Gebühr. In Einzelfällen kann es vorkommen, dass wir Kund:innen direkt um die Ablesung bitten.

Hierfür ist nach wie vor Ihr örtlicher Netzbetreiber zuständig, mit dem Green Planet Energy einen Vertrag über Netznutzung und Service abgeschlossen hat.

Kein Problem - Strom und Gas ziehen mit um. Wir erledigen alle Formalitäten. Dafür benötigen wir so früh wie möglich folgende Daten:

  • Einzugsdatum, neue Zählernummer und Zählerstand
  • Auszugsdatum, alte Zählernummer und Zählerstand

Umzug Privatkund:innen   Umzug Geschäftskund:innen

Selbstverständlich, denn bei uns gibt es keine Mindestvertragslaufzeit. Privatkund:innenen und auch Geschäftskund:innen ohne Leistungsmessung können den Versorgungsvertrag jederzeit mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende kündigen.

Wir benötigen Ihre Kündigung in Schriftform. Falls Sie umziehen, nehmen Sie uns einfach mit – hierzu das Umzugsformular ausfüllen oder unseren Kund:innenservice kontaktieren.

Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 251 205 10
Konto: 8 457 501
IBAN: DE15 2512 0510 0008 4575 01
BIC: BFSWDE33HAN

Physikalisch gesehen ja, aber es kommt auf die Erzeugung des Stroms an. Green Planet Energy speist jederzeit genau die Menge sauberen Strom aus umweltverträglichen Kraftwerken ins Netz ein, die Sie verbrauchen. Dabei kalkulieren wir Ihren Verbrauch mit Hilfe so genannter Standardlastprofile. So stellen wir sicher, dass Ihr Geld nicht bei Kohle- oder Atomkraftwerken landet.

Unabhängige Gutachter prüfen jährlich, ob wir die anspruchsvollen Ökostrom-Kriterien der Umweltschutzorganisation Greenpeace e.V. einhalten. Seit 2004 ist der TÜV Nord mit der Prüfung beauftragt. Seit 2012 kontrolliert zusätzlich die OmniCert GmbH die Einhaltung der Kriterien.
Zu den aktuellen Prüfberichten und Zertifikaten

Unsere Lieferanten sind vertraglich verpflichtet, bei Ausfällen ersatzweise Strom aus anderen sauberen Kraftwerken bereitzustellen, die unseren Anforderungen entsprechen. Sind sie dazu nicht in der Lage, darf Green Planet Energy ihnen einen Stromlieferanten vorschreiben.

Ja. Wir haben in den vergangenen Jahren stets neue Kund:innen hinzugewonnen – Lieferengpässe gab es trotzdem nicht. Im Bedarfsfall garantieren uns unsere Lieferantenverträge zusätzliche Ökostrom-Kapazitäten. Zudem tragen wir durch unseren Kraftwerksbau aktiv dazu bei, dass immer mehr sauberer Strom auf den Markt kommt.

Ja, wenn auch nicht von heute auf morgen. Um den deutschen Stromverbrauch komplett durch erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplung zu decken, sind massive Investitionen in neue, saubere Anlagen erforderlich.

Mit Mobilstrom aktiv kombinieren Sie Ihr Elektroauto ganz einfach mit Ihrem Haushaltsstrom. Der E-Auto-Tarif Mobilstrom plus ist ideal, wenn Sie bereits über einen separaten unterbrechbaren Zähler zum Laden Ihres Elektroautos verfügen. Mehr Informationen finden Sie hier.

Um unsere Tarife nutzen zu können, benötigen Sie ein vollelektrisches Auto, das auf eine im Haushalt lebende Person angemeldet ist oder von Ihrem Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wird. Dann können Sie auch weitere Geräte, wie E-Scooter, E-Bikes, Pedelecs und weitere Geräte problemlos und schnell an einer haushaltsüblichen Steckdose laden. Den Tarif nur für diese Geräte abzuschließen ist leider nicht möglich. Hybride können über unseren Tarif nicht geladen werden, da diese zeitweise auf Verbrennungstechnologien mit CO2-Emissionen setzen.

Als Fahrer:in von einem E-Firmenauto können Sie beide angebotenen Tarife von uns nutzen. Verfügen Sie über einen getrennten unterbrechbaren Zähler (mit oder ohne Wallbox), können Sie unseren Tarif Mobilstrom plus beziehen. Denn für den Tarif ist der separate Zähler Grundvoraussetzung. Durch diesen können Sie exakt erfassen, wie viel Strom Sie für das Laden des E-Autos verbrauchen. Hier erfolgt eine getrennte Abrechnung von Haushaltsstrom und Strom für das E-Firmenfahrzeug.

Für unseren Tarif Mobilstrom aktiv benötigen Sie keinen separaten Zähler. Dadurch können Sie später aber auch nicht nachvollziehen, wie viel Strom Sie für das Laden des E-Autos verbraucht haben. Hier erfolgt eine gemeinsame Abrechnung des Stroms für Haushalt und E-Auto.

Zur Ladung eines Elektroautos gibt es zwei Möglichkeiten. Es ist technisch möglich und zumindest teilweise auch zulässig, Elektroautos über Haushaltssteckdosen zu laden. Allerdings sind elektrische Leitungen und Steckdosen in normalen Haushalten nicht dazu ausgelegt, über viele Stunden die Leistung für die Ladung eines Elektroautos bereitzustellen. Hier droht die Überlastung von Kabeln, Anschlüssen und Steckdosen bis zur Brandgefahr. Eine Wallbox erhöht die Sicherheit des Ladevorgangs. Zudem kann eine Wallbox Leistung in Höhe von 11 oder 22 kW zur Verfügung stellen. Dadurch erhöht sich die Ladegeschwindigkeit.

Um unseren Kund:innen auf diesem Feld Lösungen anbieten zu können, kooperieren wir hier mit The Mobility House und können hierdurch vergünstigte Wallboxen anbieten. Unser Tarif bietet über die beiden Varianten Mobilstrom aktiv und Mobilstrom pro zudem die Nutzung verschiedener Zähler-Konzepte.

Ja, das geht. Ökostrom mit Green Planet Energy-Qualität beziehen Sie aber nur an von uns belieferten Zählpunkten (bspw. Hausnetzen). Unterwegs laden Sie jeweils die Stromqualität, mit dem die gerade genutzte Ladesäule beliefert wird.

Eine Wallbox ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Allerdings sind normale Haushaltssteckdosen in der Regel nicht darauf ausgelegt, dass sie so lange mit so hohen Stromlasten verwendet werden, wie dies für die Ladevorgänge von E-Fahrzeugen erforderlich ist. Zudem dauern die Ladevorgänge über Haushaltssteckdosen sehr lange. Daher empfehlen wir die Verwendung von Wallboxen.

Die Kosten variieren stark und hängen insbesondere von dem gewünschten Modell und dem Aufwand zur Installation ab. Die Wallbox selbst kostet derzeit meist zwischen 500 € und 1500 €. Für die Installation bewegen sich die Kosten häufig um die 500 €, können aber auch erheblich davon abweichen.

Über die Website von TMH können Sie sich über die konkreten Preise informieren. Für GPE-Kunden mit Mobilstromtarif gibt es einen einmaligen Rabatt von 50 €.

Die Ladedauer ist abhängig vom Akku-Ladestand, der Batteriegröße und der Ladeleistung.

Ein Beispiel:

Bei einem Nissan Leaf mit einer Batterie-Größe von 40 kWh und einem Ladestand von 50% ergeben sich folgende Ladedauern:

Laden mit 2,3 kW (Haushaltssteckdose) à ca. 8,5 h Ladedauer

Laden mit 11 kW (übliche Wallbox) à ca. 2 h Ladedauer

Laden mit 22 kW (Schnelllade-Wallbox) à ca. 1 h Ladedauer

Weitere Informationen gibt es unter diesem Link: https://www.mobilityhouse.com/de_de/ratgeber/ladezeitenuebersicht-fuer-elektroautos

Für die Wallbox hat die Bundesregierung am 24. November 2020 eine KfW-Förderung in Höhe 300 Millionen Euro eingeführt. Die Förderung beträgt 900 € je Ladepunkt – allerdings gilt die Förderung nur für Privatpersonen. Unternehmen sind von der Wallbox Förderung ausgeschlossen.

Als weitere Bedingungen gelten eine Ladeleistung der Wallbox von mindestens 11 kW, ein intelligentes Steuerungssystem, ausschließliche Nutzung erneuerbarer Energie und Gesamtkosten von mindestens 900 Euro. Außerdem muss die Förderung vor dem Kauf der Wallbox beantragt werden. Bis März 2021 hat das Bundesministerium 300.000 Anträge erfasst, wodurch weitere 100 Millionen Euro dem Budget hinzugefügt wurden.

Da es einen großen Andrang der Wallbox Förderung gibt, sind die Fördergelder oftmals schnell aufgebraucht, weshalb Neuanträge aktuell nicht mehr möglich sind. Die Fördergelder werden jedoch regelmäßig erweitert. Wenn Sie Ihre Auftragsbestätigung erhalten, besteht eine Einreichungsfrist von 12 Monaten für das Einreichen der Rechnung als Nachweis. 

Die Wallbox hilft dabei, die Ladezeit des Elektroautos zu verkürzen. Dies hat aber nichts mit der Anschaffung eines separaten Zählers zu tun. Die Frage, ob sich dieser lohnt, hängt vom Fahrverhalten ab. Bei einer Fahrleistung unter 15.000 km/Jahr ist in der Regel der Tarif Mobilstrom aktiv (ohne separaten Zähler) attraktiver. Für Vielfahrer (über 15.000 km/Jahr) lohnt sich eher der Tarif Mobilstrom plus, der aber einen separaten, unterbrechbaren Zähler voraussetzt. Generell kann eine Wallbox über den allgemeinen Haushaltsstromzähler oder über einen separaten Stromzähler betrieben werden. Daher kann eine Wallbox in beiden Tarifvarianten genutzt werden.

Der Zähler wird durch das Elektrounternehmen, das den Zähler installiert, beim Netzbetreiber gemeldet. Der Netzbetreiber pflegt diese Informationen und sollte dazu bei Unsicherheit kontaktiert werden.

Ein neuer Zähler kann entweder in einen freien Steckplatz im Zählerschrank eingebaut werden oder der Zählerschrank muss erweitert werden. Die Installation erfolgt durch den Elektroinstallateur. Dieser kann auch abschätzen, welche Kosten entstehen. Um den neuen Zähler zu registrieren, muss der Elektriker Kontakt mit dem Netzbetreiber aufnehmen.

Um zu erkennen, welcher Zählertyp verbaut ist, kann dieses Datenblatt verwendet werden.

Ein Tarifwechsel ist unkompliziert und unbürokratisch zum nächstmöglichen Termin umsetzbar. Am besten melden Sie sich zum Tarifwechsel dann bei unserem Kund:innenservice oder füllen ein Online-Formular aus. Wir benötigen zum Wechseltermin in den neuen Tarif einen Zählerstand zur Abgrenzung der unterschiedlichen Tarife in der Jahresverbrauchsabrechnung.

Mit unseren Mobilstrom-Tarifen möchten wir die äußerst dringliche Energiewende auch im Verkehrssektor mit vorantreiben. Entscheidende Komponenten sind dabei der Umstieg auf alltagstauglichen ÖPNV, auch auf dem Land, auf Schienenverkehr sowie auf alternative und geteilte Mobilität (z.B. Car Sharing, Ruftaxi, Rufbusse). Außerdem setzen wir uns politisch und durch Studien für andere Instrumente wie die Reduktion von Verkehr ein.

Es gibt aber auch Menschen, die vorerst auf ein eigenes Auto angewiesen sind – zum Beispiel Menschen, die ohne ÖPNV-Anbindung auf dem Land leben. Wenn wir möglichst viele von ihnen zum Umstieg von ihren Diesel- oder Benzin-Pkw auf Elektroautos motivieren können, profitieren wir alle davon, weil dies dem Klimaschutz hilft. Ein Elektroauto mit dem normalen Strommix zu fahren, kann unter Umständen höhere CO² Emissionen nach sich ziehen, als mit einem Verbrennermotor. Das Fahren mit Ökostrom ist für die Klimabilanz des Elektroautos entscheidend.

Grundlage der Mobilstrom aktiv Bepreisung ist eine faire Mischkalkulation: Mobilitäts-kWh und Haushalts-kWh sind messtechnisch nicht auseinanderzuhalten, da nur ein Zähler vorhanden ist. Wir reduzieren hier den Preis den Mobilitäts-kWh. Bei den Haushalts-kWh ist der Arbeitspreis nicht reduziert.

In diesem Tarif sind die Netznutzungsentgelte schon durch die bezogenen Haushalts-kWh gedeckt. Wir berechnen hier keine zusätzlichen Fixkosten für den Bezug des Fahrstroms. Daher geht die Reduktion nicht zulasten der genossenschaftlichen Solidargemeinschaft. Die Reduktion kommt einzig und alleine durch die anders verteilten Fixkosten und den so gesetzten Anreiz für Ökostrom-Elektromobilität zustande.

Hier bieten wir die Tarife Mobilstrom aktiv und Mobilstrom plus an.

Der Tarif Mobilstrom aktiv ist eine Kombinationsl-Lösung, die Haushaltsstrom und den Ladestrom für Ihr Elektroautos umfasst. Der Kombi-Tarif richtet sich an alle, die bis zu 15.000 km im Jahr fahren und ihr Elektroauto über einen Haushaltsstromzähler versorgen. Sie brauchen keine separaten Zähler, um den Mobilstrom aktiv zu beziehen.

Der Tarif Mobilstrom plus ist unser Tarif für Elektroautos, deren Ladung über einen separaten unterbrechbaren Zähler erfolgt. Der separate Zähler ist zwingend notwendig. Der Tarif ist besonders für Vielfahrer ab 10.000 km sinnvoll. Der Haushaltsstrom kann über unseren Ökostrom aktiv Tarif separat bezogen werden.

Green Planet Energy bietet seit 2011 neben Ökostrom auch Gas für Privat- und Gewerbekund:innen an: den Gastarif proWindgas. Mit proWindgas bieten wir unseren Kund:innen ein neuartiges und ökologisch sinnvolles Produkt, das den Umbau der Energielandschaft hin zu 100 % erneuerbaren Energien ermöglicht.

Über den Förderbeitrag von 0,4 ct / kWh fördern unsere Gaskund*innen seit 2011 die Produktion und Einspeisung von erneuerbarem Wasserstoff, der mit Windstrom hergestellt wird (Windgas). Gemeinsam haben wir in den letzten zehn Jahren die für eine erfolgreiche Energiewende unverzichtbare Windgas-Technologie entscheidend vorangebracht. Auch wenn wir schon viel erreicht haben, zeigen aktuelle Studien, dass wir wegen der rapide voranschreitenden Klimakrise noch konsequenter aus der Verbrennung fossiler Energien aussteigen müssen. Entsprechend müssen wir auch das in proWindgas enthaltenen Erdgas schneller komplett durch erneuerbare Gase ersetzen. Diesen Erdgas-Ausstieg packt Green Planet Energy nun an und hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, bis 2027 ein vollständig erneuerbares Gasprodukt für all seine Kund:innen anzubieten.

2021 enthalten unsere Gastarife proWindgas, proWindgas vegan, proWindgas plus sowie proWindgas vegan plus neben rund einem Prozent Windgas zusätzlich mindestens zehn Prozent hochwertiges Biogas. Für Veganer:innen und andere Interessierte bieten wir mit proWindgas vegan und proWindgas vegan plus weiterhin rein vegane Gasprodukte an.

Über unseren Förderbeitrag arbeiten wir intensiv daran, dass es genug hochwertiges Biogas gibt, damit wir bis 2027 komplett auf Erdgas verzichten können. Das ist unser ambitioniertes Ziel. Für noch mehr Tempo beim Klimaschutz können uns unsere Kund:innen tatkräftig unterstützen, indem sie ihren Förderbeitrag auf 1 ct / kWh erhöhen. Den Förderbeitrag wird Green Planet Energy nun auch in neue Biogas-Projekte und die Veränderung des Biomarkt-Gases insgesamt investieren und sich politisch dafür einsetzen, die Mengen an grünen Gasen im Gasmarkt zu erhöhen. Unser Engagement für die Windgas-Technologie behalten wir bei und intensivieren es weiter.

Das Angebot richtet sich an alle Privat- und Gewerbekund:innen.

Ein Problem bei der Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien ist die fluktuierende Einspeisung von Wind- und Solarkraftwerken. Zukünftig müssen – auch bei einem Ausstieg aus Atom- und Kohlekraft – erneuerbare Energien zum Teil speicherbar werden, um etwa die je nach Wetterlage schwankende Winderzeugung ausgleichen zu können. Die Umwandlung von Windstrom in erneuerbaren Wasserstoff trägt zur Lösung dieses Problems bei: Das sogenannte Windgas kann ins vorhandene Erdgasnetz eingespeist und der Strom so gespeichert werden. Bei Entnahme lässt sich das Gasgemisch zur Produktion von Strom, aber auch zur Produktion von Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung) nutzen. Damit kann Strom produziert werden, wenn Flaute herrscht.

Als innovatives, für die Energiewende unverzichtbares, zugleich aber weithin unbekanntes Verfahren stand die Windgas-Technologie lange vor dem Henne-Ei-Problem: Kein Hersteller baute Elektrolyseure, mit deren Hilfe überschüssiger Ökostrom – vor allem aus Windkraft und Solarenergie – in grünen Wasserstoff umgewandelt und im Gasnetz gespeichert werden kann. Denn es gab keine Abnehmer für auf diese Weise erzeugtes Windgas. Bis Green Planet Energy das Problem mit seinem proWindgas-Tarif löste.

Möglich gemacht haben dies unsere engagierten Kund:innen, die für jede verbrauchte Kilowattstunde Gas einen Förderbeitrag von 0,4 Cent beisteuern. Damit konnten und können wir den Bezug von grünem Wasserstoff für proWindgas finanzieren. Aber auch die Windgas-Technologie und Energiewende-dienliche Betriebskonzepte für Elektrolyseure weiterentwickeln, wichtige Studien und unsere politische Arbeit vorantreiben sowie eigene Elektrolyseure bauen, die unsere Kund:innen nun mit Windgas versorgen. Ohne diesen Förderbeitrag – und unseren Tarif – gäbe es die Windgas-Technologie heute so nicht. Ein enormer Erfolg!

Inzwischen hat auch die Bundesregierung erkannt, dass die Energiewende, eine klimafreundliche Wirtschaft insgesamt ohne grünen Wasserstoff nicht gelingen kann. Sie hat deshalb inzwischen eine Nationale Wasserstoffstrategie aufgelegt. Das ist ein Fortschritt. Aber: Sie ist beim Windgas-Ausbau viel zu zögerlich. Und sie treibt Scheinlösungen wie „Blauen Wasserstoff“ voran (siehe: gp-e.de/blauerwasserstoff-broschuere), die den Erfolg von tatsächlich klimafreundlichem grünem Wasserstoff torpedieren könnten. Deshalb müssen wir – bei hohem Zeitdruck durch die sich verschärfende Klimakrise – die Windgas-Technologie künftig noch konsequenter nach vorne treiben: durch den Bau weiterer Elektrolyseure, mehr Druck auf die Politik, technische und wissenschaftliche Fortschritte.

Dazu brauchen wir – ebenso wie für unseren Einsatz für mehr gutes Biogas – auch weiterhin den finanziellen Rückenwind unserer proWindgas-Kund:innen. Sie können uns wie bisher mit 0,4 Cent die Kilowattstunde (kWh) unterstützen. Oder uns – für eine Extra-Portion Klimaschutz – mit einem erhöhten Förderbeitrag von 1 ct/kWh die nötige Power für den Wandel verschaffen.

Biogas ist nicht per se ökologisch. So wirkt sich etwa der oft aufwendige Anbau, Transport und die Verarbeitung von Energiepflanzen negativ auf die CO2-Bilanz aus. Und wenn die Ausgangsstoffe fürs Biogas aus Monokulturen und industrieller Massentierhaltung stammen, ist das mit einer nachhaltigen und ethisch verantwortlichen Landwirtschaft nicht zu vereinbaren.

Hochwertiges Biogas und grüner Wasserstoff aber waren bislang nur in relativ geringen Mengen verfügbar. Deshalb hatte Green Planet Energy die Option Biogas für den proWindgas-Tarif bis jetzt nicht genutzt. Inzwischen sehen wir aber die dringende Notwendigkeit, auch ökologisch sinnvolles und ethisch verantwortbares Biogas in hohem Tempo und im großen Maßstab voranzubringen.

Den Biogasmarkt entsprechend zu verändern, wollen wir deshalb nun auch zu unserer eigenen Aufgabe machen. Wir sehen im Ergebnis eine realistische Chance, bei proWindgas Erdgas im Sinne des Klimaschutzes bis zum Jahr 2027 durch hochwertiges Biogas zu ersetzen. Und diesen Erdgas-Ausstieg packen wir jetzt auch ambitioniert an.

Paludi ist abgeleitet vom lateinischen Wort für Sumpf: Viele ehemalige Moore wurden künstlich trockengelegt, um sie für die Landwirtschaft nutzbar zu machen. In der Folge wird durch den Prozess der Oxidation enorm viel CO2 freigesetzt, das zuvor in der Biomasse gebunden war. Werden die Gebiete erneut „vernässt“, halten diese Moore das CO2 wieder zurück und speichern es – die Atmosphäre wird entlastet.

Positiver Nebeneffekt: Durch die Vernässung wachsen Gräser und Schilfpflanzen, die abgemäht und zu Biogas verarbeitet werden können. Renaturierung, Landwirtschaft und Klimaschutz gehen so Hand in Hand – und durch die Produktion von besonders wertvollem Biogas kann diese Form der ökologischen Landnutzung sogar wirtschaftlich sein.

Mehr Informationen erhalten Sie unter gp-e.de/paludi.

Unter sogenanntem „Klimagas“ versteht man normales Erdgas, das per Tarif verbunden wird mit einer Kompensation des bei der Verbrennung entstehenden CO2. Ein solches „Klimagas“ kommt für Green Planet Energy nicht in Frage, da über ein solches Angebot kein Anreiz zur CO2-Vermeidung oder zur Anpassung der Wärmeversorgung erzeugt wird. Es stellt keine zukunftsfähige Lösung dar und fördert nicht den Ausbau erneuerbarer Energien.

Die Einführung von Windgas wird von den meisten Akteuren der Energiebranche und vielen Politikern über alle Parteigrenzen hinweg begrüßt. Damit die Technologie den geschilderten Nutzen entfalten kann, ist es jedoch notwendig, sichere rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Denn als Neuerung im Energiesektor war Windgas in der bisherigen Gesetzgebung bislang nicht enthalten. Green Planet Energy hat den hierzu notwendigen rechtlichen Änderungsbedarf von der Stiftung Umweltenergierecht der Universität Würzburg exakt ausformulieren lassen.

Ein Erfolg unserer Arbeit ist die Aufnahme von Windgas ins Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), wo es seit 2011 im Wesentlichen mit Biogas gleichgestellt ist. In § 3 10.c EnWG heißt es: „Im Sinne dieses Gesetzes bedeutet Biogas Biomethan, Gas aus Biomasse, Deponiegas, Klärgas und Grubengas sowie Wasserstoff, der durch Wasserelektrolyse erzeugt worden ist, und synthetisch erzeugtes Methan, wenn der zur Elektrolyse eingesetzte Strom und das zur Methanisierung eingesetzte Kohlendioxid oder Kohlenmonoxid jeweils nachweislich weit überwiegend aus erneuerbaren Energiequellen im Sinne der Richtlinie 2009/28/EG (ABl. L 140 vom 5.6.2009, S. 16) stammen.“

Als Anbieter eines Gastarifs müssen wir mit der Gaswirtschaft zusammenarbeiten und sind auf Lieferanten angewiesen. Seit Januar 2015 ist die Gelsenwasser AG Lieferant unseres Erdgases. Sie ist eines der größten Trinkwasserversorgungsunternehmen Deutschlands, aber auch im Energiesektor tätig – insbesondere im Bereich Erdgas. Die Gelsenwasser AG steht nicht direkt im Einflussbereich der Atomindustrie, liefert sowohl L-Gas (L für Low Caloric) als auch H-Gas (H für High Caloric) und versorgt entsprechend beide Marktgebiete.

Wie alle anderen Energieunternehmen müssen wir bei Zwischenhändlern einkaufen und haben dadurch nur wenig Einfluss auf die Herkunft des Gases. Wir prüfen daher die Möglichkeit, Herkunftsnachweise für Erdgas einzuführen. Zudem verfolgt Green Planet Energy langfristig das Ziel, Standards für akzeptable Gasquellen festzulegen und die Standards über Herkunftsnachweise auch nachprüfbar zu machen.

Weiter Informationen zur Herkunft unseres Erdgases gibt es hier.

Der erneuerbare Wasserstoff wird in sogenannten Elektrolyseuren durch die elektrisch herbeigeführte Spaltung von Wasser (H2O) in seine Bestandteile Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (O) erzeugt. Während die Erzeugung von Wasserstoff über Elektrolyse an sich eine ausgereifte Technologie ist, steht man bei der Einspeisung ins Gasnetz noch in einer frühen Phase der Umsetzung. Hier finden Sie unsere aktuellen Gas-Lieferantenkraftwerke.

Elektrolyseure, die zur Wasserstofferzeugung verwendet werden, sind eine erprobte und reife Technologie, die bisher meist in der Industrie Anwendung findet. Relativ neu ist die Verbindung mit erneuerbaren und fluktuierend zur Verfügung stehenden Energien als Stromquelle. Die Investitionskosten eines standardisierten Industrieelektrolyseurs liegen nach groben Schätzungen derzeit bei rund 1,5 Mio. Euro pro Megawatt installierter Leistung.

Weitere Investitionen sind in Infrastrukturkomponenten insbesondere für die Einspeisung ins Erdgasnetz vorzunehmen. Diese Kosten schwanken je nach Standort und z.B. der Entfernung zur Gasleitung und den vorherrschenden Druckniveaus, so dass sich eine pauschale Aussage hier nicht treffen lässt. Nach den jüngsten Regelungen im Energiewirtschaftsgesetz und bei Ansatz dessen auf die nachgelagerten Verordnungen trägt der Einspeiser alleine für den Netzanschluss inkl. Verbindungsleitung von unter zehn Kilometern Länge 25% der Kosten bzw. maximal 0,25 Mio. Euro.

Die übrigen Netzanschlusskosten werden vom Netzbetreiber getragen und letztlich auf die Netzentgelte umlegt. Weitere erforderliche Infrastrukturinvestitionen z. B. für eine ggfs. erforderliche Zwischenspeicherung werden komplett vom Einspeiser getragen. Die Menge des produzierten Wasserstoffs ist abhängig vom Dargebot überschüssigen Wind- und Solarstroms, der in den Elektrolyseur geleitet wird. Der Elektrolyseur folgt der Verfügbarkeit des Wind- oder Solarstromes (Lastfolgebetrieb), wird also nicht in einem gleichbleibenden Dauerbetrieb gefahren. Darüber hinaus wird im kleineren Umfang Regelenergie angeboten, um zu zeigen, dass erneuerbare Energien in Verbindung mit einem Elektrolyseur zur Netzstabilität beitragen können.

Bei etwa 3.000 Volllaststunden gehen wir von Kosten von rund 30 ct/kWh thermisch aus, also ca. dem Zehnfachen des derzeitig durchschnittlichen Preises für Erdgas. In einem Lastfolgebetrieb werden diese Kosten höher liegen. Zugleich ist jedoch davon auszugehen, dass die Kosten für die gesamte Technologie unter Berücksichtigung der zu erwartenden Lernkurve und der zu erwartenden Steigerung entsprechender Stückzahl durch serielle Fertigung sinken werden - damit werden auch die Kosten je kWh Wasserstoff sinken.

Einen wichtigen Aspekt bei der Diskussion über Wirtschaftlichkeit spielt der Umstand, dass Windkraftanlagen im Betrieb kaum variable Kosten aufweisen. Derzeit muss Windstrom im Elektrolyseur mindestens zu dessen EEG-Vergütungshöhe abgenommen werden (ca. 9 ct/kWh). Da bei Überlast des Stromnetzes die Windanlage alternativ abgeschaltet werden müsste, macht die Verwendung im Elektrolyseur bereits ab einer Vergütung von geringen Beträgen, z.B. in Höhe von 1 ct/kWh, volkswirtschaftlich und betriebswirtschaftlich Sinn. Damit würde der Strompreis für den Betrieb des Elektrolyseurs drastisch sinken.

Dieser Gedankengang ist derzeit unvereinbar mit den Regeln des EEG, die dem Betreiber der Windanlage auch bei Abschaltung der Anlage eine Vergütung der entgangenen Einspeisung garantiert, wird aber perspektivisch, also mit zunehmender Systemintegration erneuerbarer Energien, eine wichtige Rolle bei der Betrachtung der Wirtschaftlichkeit spielen.

Zum Potenzial der Kostenreduktion: Unsere Vorstellung ist es, Elektrolyseure in standardisierter hoher Stückzahl entweder entlang des Gasnetzes und in der Nähe von Stromnetzengpässen oder Windparks zu bauen. So, wie heute leistungsfähige Umspannwerke in der Nähe von Windparks stehen, können Elektrolyseure ein mehr oder weniger standardisierter Bestandteil von Windparks bzw. Windparkregionen werden. Für den Abtransport des Wasserstoffs stehen verschiedene Wege offen: direkte Einspeisung ins Gasnetz, sofern ein praktikabler und günstiger Gasanschluss vorhanden ist.

Aber auch Sammelsysteme sind denkbar, bei denen per LKW Wasserstoff eingesammelt wird und an einem zentralen Einspeisepunkt ins Gasnetz eingespeist wird. Je effizienter und standardisierter ein Wasserstoffsystem ausgebaut wird, desto geringer werden die spezifischen Kosten je Kilowattstunde ausfallen.

Die Aufnahmefähigkeit des Gasnetzes für Wasserstoff ist begrenzt und hängt von den jeweiligen technischen Gegebenheiten der Gasspeicher und Komponenten im Netz ab (z. B. Verdichterstationen und Messeinrichtungen). Entsprechend schwankt die jeweilige Aufnahmekapazität von Wasserstoff im einstelligen Prozentbereich.
Die Speicherkapazitäten im Gasnetz betragen ca. 220 TWhth, was bei einer Rückverstromung mit einem Wirkungsgrad von 55 % rd. 120 TWhel entspricht. Demnach kann durch Windwasserstoff unter Beachtung einer Einspeisegrenze von z.B. 5 Volumenprozent (1,5 % energetisch) bereits heute 1,8 TWhel eingespeist werden. Dies entspricht dem Stromverbrauch eines Tages in ganz Deutschland.

Wenn die Grenze des Wasserstoffgehalts im Erdgasnetz ausgereizt ist, ist eine nachgeschaltete Methanisierung eine intelligente Variante, um darüber hinaus erneuerbare Energien im Gasnetz zu transportieren, zu speichern und zu nutzen. Dieses erneuerbare Methan wird durch eine Synthese des Wasserstoffs unter Zuhilfenahme von CO2 hergestellt. Dieses Erdgassubstitut kann kostengünstig und ohne nennenswerte Kapazitätsbegrenzung über lange Zeiträume gespeichert werden. Das für die Synthese von Wasserstoff zu Methan benötigte CO2 wird idealerweise aus der Umgebungsluft selbst absorbiert oder als Abfallprodukt von anderen Prozessen, zum Beispiel der Energieerzeugung aus Reststoffen, gewonnen. Über die Methanisierung können die gesamten Speicherkapazitäten des Gasnetzes von 120 TWhel genutzt werden. Damit könnte bei entsprechend ausgebautem Gas- und Blockheizkraftwerkspark der Strombedarf für zwei bis drei Monate gedeckt werden!

Dieser Prozess ist zwar mit einem weiteren Wirkungsgradverlust verbunden, lässt aber technisch die Möglichkeit zu, fossiles Erdgas komplett durch erneuerbar erzeugtes Methan zu ersetzen.

Bei der Umwandlung von Strom in Wasserstoff entstehen Wirkungsgradverluste von ca. 30 %. Die direkte Einspeisung von Windstrom ins Stromnetz ist also immer vorzuziehen. In windstarken Zeiten müssen schon heute Windenergieanlagen abgeschaltet werden, da Atom und Kohlekraftwerke zu träge sind und sonst das Stromnetz überlastet würde.

So sind in 2012 knapp 360 GWh Windstrom nicht ins Netz gegangen. Statt den Strom „fortzuwerfen“, sollte er lieber umgewandelt werden – trotz des Wirkungsgradverlustes gegenüber einer Einspeisung. Wichtig ist an diesem Punkt zu betonen, dass die Abschaltung von Atom- und Kohlekraftwerken unbedingten Vorrang vor der Abschaltung von Windanlagen haben muss. Unser Konzept richtet sich deshalb ganz bewusst auch auf Szenarien einer Stromversorgung ohne Atom und Kohle. Dabei wird Windkraft eine noch größere Rolle spielen als heute.

Das heißt aber auch: Die Herausforderung, schwankende Winderzeugung an den Bedarf anzupassen, wird umso größer werden, je höher der Anteil an Windstrom im Netz ist. Für diesen Fall zeigt sich die besondere Stärke des Windgas-Konzeptes.

Technischer Hintergrund

Bei der Aufspaltung von Wasser in seine Bestandteile Wasser- und Sauerstoff mittels elektrischer Energie treten Wirkungsgradverluste von rund 30 % auf (bei Kompression des Wasserstoffs auf 30 bar). Eine nachgelagerte Methanisierunghat einen Wirkungsgradverlust von ca. 20 %.

Ingesamt hat die Umwandlung von Strom zu Wasserstoff zu Methan somit einen Wirkungsgrad von ca. 56 %. Daher ist die direkte Verwendung von Wasserstoff gegenüber einer Methanisierung vorzuziehen. Wird der produzierte Wasserstoff in einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage rückverstromt, ist ein Gesamtwirkungsgrad je nach Rückverstromungstechnologie (Strom zu Wasserstoff zu Strom und Wärme) von rund 56 % anzusetzen (Annahme hier: Gesamtwirkungsgrad BHKW 80 %).

Der Wirkungsgrad Strom zu erneuerbarem Wasserstoff liegt zwischen 57 und 73 % bei einer Kompression des Wasserstoffs auf 80 bar (in der reinen Elektrolyse gehen Experten von einem Wirkungsgrad bis zu 80 % aus). Bei nachgelagerter Methanisierung sinkt der Wirkungsgrad auf 50 bis 64 % bei einer Kompression auf 80 bar. Bei einer Rückverstromung mit Wirkungsgrad 60 % liegt der Gesamtwirkungsgrad des erneuerbarem Wasserstoffs zwischen 34 bis 44 %, der von erneuerbarem Methan zwischen 30 und 38 %. Wird für die Rückverstromung ein Wirkungsgrad hocheffizienter KWK-Geräte mit mehr als 80 % angesetzt, wird der Wasserstoff mit 48 bis 62 % Wirkungsgrad rückverstromt.

Druckluftspeicher haben einen theoretischen Wirkungsgrad von rund 70 % für adiabate Verfahren, diabate Verfahren von bis zu 55 %.

Bei Batterien schwankt der Wirkungsgrad je nach Typ zwischen 67 und 95 %.

Ein wesentlicher Vorteil der Einspeisung von Windgas ins Erdgasnetz ist, dass so auch über lange Zeiträume mittels Rückverstromung Strom produziert werden kann. Diese Eigenschaft haben andere Speichertechnologien nicht. Zudem verfügen die Gasnetze und -speicher über Kapazitäten, die alternative Speichermethoden bei weitem nicht bieten können. Zumindest nicht in absehbarer Zeit.

Rund 385 GWh Ökostrom konnten 2012 nicht ins Netz eingespeist werden. Hiervon entfielen 93,16 % auf Windanlagen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Menge um 8,5 % verringert. Das liegt zum einen an Einspeisemanagementmaßnahmen und zum anderen an der günstigen Wetterlage (kein Zusammentreffen von extremen Einspeisewerten bei Photovoltaik und Wind) Die Entschädigungszahlungen der Netzbetreiber an die Anlagenbetreiber lagen bei 33 Mio.

Das Speicherpotenzial des deutschen Erdgasnetzes liegt heute bei 220 TWh thermisch. Über Windwasserstoff kann unter Beachtung der geltenden Einspeisegrenzen von 5-vol% (d.h. 1,5 % energetisch) eine Speicherkapazität von 1,8 TWhel erschlossen werden. Dies entspricht dem deutschen Stromverbrauch eines Tages. Über die Methanisierung kann die volle Speicherkapazität von 120 TWhel genutzt werden, mit der die Stromversorgung durch entsprechend ausgebaute Gaskraftwerken oder BHKW über zwei bis drei Monate bewerkstelligt werden könnte.

Nein. Zur Integration weiterer und größerer Mengen an erneuerbarem Strom ist es nicht nur erforderlich, Speicher aufzubauen, sondern auch das Stromnetz zu verstärken und ggf. auszubauen. Ergänzend muss auch ein intelligentes Lastmanagement zur Verbrauchssteuerung eingeführt werden.

In jedem Fall kann es mit Windgas keine Ausreden mehr geben, der Ausbau der erneuerbaren Energien müsse begrenzt werden, weil angeblich das Netz nicht entsprechend verstärkt oder ausgebaut wird.

Schon vor über 200 Jahren hat der italienische Physiker Alessandro Volta entdeckt, dass man elektrischen Strom nutzen kann, um chemische Prozesse auszulösen. Dieses Verfahren wird als Elektrolyse bezeichnet. Es liefert die Grundlage für die Herstellung von Windgas. In der Elektrolyse wird Strom eingesetzt, um Wasser in seine Grundstoffe aufzuspalten: in Wasserstoff und Sauerstoff. Der Sauerstoff wird in die Atmosphäre abgegeben, der Wasserstoff ins Gasnetz eingespeist. Der durch Ökostrom hergestellte Wasserstoff dient als Energieträger für die Wärmeerzeugung oder kann rückverstromt werden.

Methanisierung ist ein chemischer Prozess, in dem Kohlendioxid (CO2) mit Wasserstoff zu Methan und Wasser reagiert. Windgas, das im ersten Schritt (Elektrolyse) aus Strom gewonnen wird, wird auf diese Weise zu Methan verarbeitet. Für diesen Prozess muss Energie aufgewendet werden, so dass sich der Wirkungsgrad verschlechtert.

Methan hat allerdings auch einen wesentlichen Vorteil gegenüber Wasserstoff: Es kann in unbegrenzter Menge ins Gasnetz eingespeist werden. Wenn also die Kapazitäten für die Einspeisung von Wasserstoff ausgeschöpft sind, kann die Methanisierung sinnvoll sein.

Grundsätzlich hat Wasserstoff einen niedrigeren Brennwert als Erdgas. Jedoch schwankt die Gaszusammensetzung und damit die Qualität im Gasnetz ständig. Innerhalb einer Toleranzgrenze ist diese Schwankung unproblematisch. Eine erlaubte Beimischung von Wasserstoff bewegt sich aufgrund der Prüfung und Festschreibung durch den DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) innerhalb dieser Toleranzen.

Mitunter werden norwegische Pumpspeicherkraftwerke als Speicher für deutschen Ökostrom ins Gespräch gebracht. Das ist sicher richtig. Es gilt aber auch zu bedenken, dass die skandinavischen Wasserkraftwerke dazu überhaupt erst einmal aufwendig umgerüstet und die nötigen Leitungen gebaut werden müssen. Der Stromtransport nach Skandinavien und zurück wird zudem die Energieeffizienz verringern. Darüber hinaus wollen auch andere europäische Länder die skandinavischen Kapazitäten nutzen, so dass keineswegs ausgemacht ist, dass Norwegen uns die nötigen Speicher zur Verfügung stellen kann. Und schließlich ist auch die volkswirtschaftliche Sinnhaftigkeit dieser Lösung kritisch zu hinterfragen. Denn Deutschland wird Strom immer dann exportieren, wenn er billig ist, und wieder importieren, wenn er teuer ist.

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