Spatenstich für den neuen PV-Park im baden-württembergischen Roigheim, unter anderem mit Ortsbürgermeister Michael Grimm (Bildmitte, orangefarbene Weste) und Green Planet Projects-Geschäftsführer Alexander Street (2. v. li.). © Ralf Seidel

Gebaut wird der Solarpark von der WEBW Neue Energie GmbH aus Stuttgart. Betreiberin der Anlage und Abnehmerin des erneuerbaren Stroms wird die Ökoenergiegenossenschaft Green Planet Energy (vormals Greenpeace Energy) aus Hamburg. „Solarstrom wird für die Energiewende in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen als heute schon“, sagt Green Planet Energy-Vorstand Sönke Tangermann, „umso mehr freuen wir uns darüber, dass wir spätestens von Frühsommer an viele Menschen mit Sonnenstrom von diesem besonders geeigneten süddeutschen Standort beliefern können.“

„Wir bauen die neue Solarfläche in besonders naturverträglicher Weise“, erklärt Markus Schnabel, Geschäftsführer von WEBW Neue Energie. „Gemeinsam mit Green Planet Energy wollen wir zeigen, wie Natur- und Klimaschutz beim Ausbau der Erneuerbaren Energien in Einklang gebracht werden können.“ So wird die Solarfläche von einem im Schnitt drei Meter breiten Blühstreifen umringt, der auf insgesamt einem Hektar Brutvögeln, Schmetterlingen und anderen Insekten Nahrung und Schutz bietet. Der Abstand zwischen den Modulreihen wurde auf durchschnittlich 3,2 Meter festgelegt, mehr als üblicherweise, um größtmögliche Artenvielfalt zu gewährleisten. Zusätzlich werden eine weitere Blühfläche von 4500 Quadratmetern sowie sechs Feldlerchenfenster angelegt, um den Lebensraum für die sensible Vogelart zu optimieren.

„Unsere Gemeinde steht für ein solch vorbildliches Projekt gerne bereit“, erklärt Michael Grimm, der Roigheimer Bürgermeister, „wir leisten aus voller Überzeugung unseren Beitrag zum Ausbau der Erneuerbaren Energien. Denn Klimaschutz ist in unser aller Interesse.“

Der Aufbau der Solarmodule durch die Goldbeck Solar GmbH soll Ende März abgeschlossen sein, erklärt Burkhard Hauck, zuständiger Ingenieur der Green Planet Projects GmbH, die das PV-Projekt für ihre Muttergesellschaft Green Planet Energy umsetzt. Nach seinem Anschluss ans Stromnetz und weiteren technischen Arbeiten, so Hauck, kann der Solarpark nach aktueller Planung ab Mai bei hoffentlich vielen Sonnenstunden mit der Produktion von klimafreundlichem Solarstrom beginnen.