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EnergiewendeAnti-AtomkraftDemo zum Fukushima-Jahrestag fordert Atomausstieg weltweit

Demo zum Fukushima-Jahrestag fordert Atomausstieg weltweit

Am Samstag, den 9. März 2019 findet in Berlin wieder die traditionelle Demonstration zum Jahrestag der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima statt. Die Veranstalter der „Kazaguruma“-Demo fordern unter anderem eine sofortige Stilllegung aller Atomanlagen, ein weltweites Verbot von Atomwaffen sowie eine Umlenkung von Atom-Subventionen zugunsten erneuerbarer Energien. Veranstalter sind AntiAtomBerlin, die Naturfreunde Berlin und Sayonara Nukes. Greenpeace Energy unterstützt die Demo und wird auch bei der Kundgebung mit einem Redebeitrag vertreten sein.

In ihrem Aufruf fordern die Veranstalter, die Atomkatastrophe von Fukushima zeige überdeutlich, dass auch hochindustrialisierte Staaten einen sicheren Betrieb von Atomkraftwerken nicht beherrschen können. „Solange Atomkraftwerke auf der Welt betrieben werden, kann sich eine solche Atomkatastrophe jederzeit wiederholen. Weltweit waren 2018 noch 446 Atomreaktoren betriebsfähig.“ Jeder Reaktor produziert 20 bis 30 Tonnen hochradioaktiven Atommüll pro Jahr. Nirgendwo gibt es ein betriebsbereites Atommülllager für diesen hochgefährlichen Atommüll. Auch in Deutschland wurde kein konsequenter Atomausstieg beschlossen. Noch immer sind sieben Atomkraftwerke in Betrieb. Bis 2022 werden sich allein in Deutschland 15.000 Tonnen hochradioaktiven Mülls angehäuft haben.

Die Demo beginnt am Samstag, den 9. März um 12 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Brandenburger Tor in Berlin, Mehr Info unter http://kazagurumademo.de/

Christoph Rasch
Christoph Rasch
Arbeitete lange als Journalist und Autor für Tageszeitungen, Magazine und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Er war von 2014 bis 2024 im Bereich Politik und Kommunikation bei Green Planet Energy tätig.