Mit einer Leistung von je 2,4 Megawatt liefern die drei Windräder in Tomerdingen nahe Ulm 16 Millionen Kilowattstunden Strom, genug um damit rund 5.300 Haushalte zu versorgen.

„Mit den riesigen Rotoren lässt sich erstmals auch in windschwächeren Regionen genug Wind ernten“, sagt Julian Oebel, Projektingenieur für den Windpark bei Planet energy. Momentan stehen die meisten der über 23.000 deutschen Windkraftanlagen in Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Weiterhin wird ungleich viel mehr im Norden als im Süden zugebaut. Eine Studie des Fraunhofer- Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) hat allerdings ergeben, dass in Bayern und Baden-Württemberg enormes Potenzial für die Windenergienutzung vorhanden ist.

Die Bagger sind bereits vor Ort, um Platz für die Kräne zu schaffen. Mitte Mai werden die Fundamente gegossen, ab Juni die Türme errichtet, die im unteren Teil aus Beton und im oberen aus Stahl bestehen. Die Beton-Halbschalen sind wesentlich leichter zu transportieren als die Stahlröhren. Im Herbst 2013 sollen die mächtigen Anlagen ans Netz gehen.

Planet energy ist laut einer aktuellen Umfrage von Energie&Management einer der 25 größten Windparkbetreiber Deutschlands. Die Kraftwerkstochter von Greenpeace Energy betreibt neun Windparks und drei Photovoltaik-Anlagen. Geplant sind fünf neue Windparks, darunter die Anlagen in Tomerdingen, deren Gesamtinvestitionskosten sich auf rund 14,5 Millionen Euro belaufen.