Green Planet Energy - Newsletter vom 21.10.2021 Im Browser öffnen
Green Planet Energy – Mein Strom. Mein Gas. Meine Entscheidung. NEWSLETTER

Liebe Kohlegegner*innen, liebe Solarstrom plus Freund*innen,

trotz einer Zeit voller Unsicherheiten sind wir uns am Ende dieses außergewöhnlichen Jahres einer Sache sicher: Klimaschutz bleibt Handarbeit. Da viele in dieser Zeit um ihre Existenzen fürchten mussten, möchten wir uns bei Ihnen aufrichtig bedanken, dass Sie uns dabei helfen, andere Existenzen zu bewahren – und Dörfer zu erhalten. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um ein Fazit zu ziehen und Ihnen einige Erfolgsgeschichten vorzustellen, zu denen Sie mit beigetragen haben.

Mit einem Kreis von mittlerweile über 13.000 Unterstützer*innen konnten wir in diesem Sommer bereits vier Projekte abschließen und weitere finanzieren, deren Bau wir in den nächsten Monaten erwarten. Die Bundesregierung hat in der Zwischenzeit lieber zugelassen, mit Datteln 4 ein weiteres Kohlekraftwerk ans Netz zu nehmen, das jährlich so viel CO2 in die Luft pustet wie der gesamte Staat Panama.

Gleichzeitig sind Menschen wie Britta Kox und ihre Familie aus Berverath davon bedroht, ihr Zuhause zu verlieren – wegen Aktivitäten von Großkonzernen der fossilen Industrie, deren einzige Maxime Profit ist. Wir haben Geschichten wie diese immer wieder erzählt, vom Kampf um die Heimat, von kleinen und größeren Erfolgen – und wie Menschen sich auch mit Solarenergie gegen RWE & Co. wehren.

Lesen Sie hier die Zusammenfassung der aktuellen Entwicklungen im Kampf gegen Kohle und wie Sie mit dazu beigetragen haben, von Garzweiler im Rheinischen Revier bis Pödelwitz in Sachsen!

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Greenpeace Energy-Team

Das war 2020

Es überrascht wenig, dass wir auch nach diesem Jahr keine Freudensprünge machen mit Blick auf die aktuelle Politik. In der Debatte rund um den Kohleausstieg hat sich jedoch einiges getan. Wir möchten Ihnen einen Überblick geben – und auch eine Neuerung vorstellen, mit der wir unseren Anti-Kohle-Tarif noch effizienter gestalten wollen.

» Lesen Sie mehr im Blog
Beschwerde bei EU-Kommission eingereicht

In unserem letzten Newsletter haben wir über die horrenden Summen berichtet, die RWE für ihre alten Meiler fordert. Tatsächlich ist die Bundesregierung diesen Forderungen nicht nur mit hohen Entschädigungszahlen entgegengekommen, sondern hat darüber hinaus noch Anreize gesetzt, die fossilen Kraftwerke länger laufen zu lassen, als unter reinen Marktbedingungen der Fall wäre.

Wir finden, das geht gar nicht! Deshalb haben wir im September eine Beschwerde gegen die Kohle-Entschädigungen bei der EU-Kommission eingereicht. Zwar hat die EU-Kommission inzwischen Grünes Licht für die umstrittenen Steinkohle-Ausschreibungen gegeben – die geplanten Braunkohle-Entschädigungen will sie aber weiter prüfen. Unsere Kritik gilt deshalb nach wie vor!

» Lesen Sie hier mehr über die Beschwerde
UNBEUGSAM SEIT GENERATIONEN – BRITTA KOX
   

„Ich werde jetzt nicht diejenige sein, die unseren Familiensitz für die Braunkohle opfert.“, sagte Britta Kox, als wir sie im Sommer zuhause besucht haben und sie uns ihre Heimat gezeigt hat – oder was davon übrig ist. Berverath kämpft nun seit 40 Jahren ums Überleben. Um dem übermächtigen Kohlekonzern etwas entgegenzusetzen, haben sich die bedrohten Dörfer schon lange in dem Bürgerbündnis „Alle Dörfer Bleiben“ zusammengeschlossen.

Dank Solarstrom plus produziert sie direkt neben der Abbruchkante der Grube ihren eigenen, erneuerbaren Strom – und zeigt RWE unübersehbar, dass es auch anders gehen kann: „Der Klimaschutz ist das höchste Gut des Menschen“. Eine beeindruckende Frau in einem Kampf von David gegen Goliath – wir freuen uns, sie unterstützen zu können! 

Mehr über Britta Kox und ihren Kampf gegen die Braunkohle können Sie in unserem Video auf Youtube sehen.

» Zum Video auf Youtube
DIE ZUKUNFT IST ERNEUERBAR – DAVID DRESEN

Aufgewachsen in einem vom Kohleabbau bedrohten Dorf, ging es für David Dresen beim Klimaschutz schon früh auch um Existenzfragen: „Zwar haben wir einzelne dieser Dörfer wie Pödelwitz in Sachsen durch unseren Widerstand schon gerettet, doch viel zu viele sind trotz des Kohlekompromisses weiterhin massiv bedroht“.

Der 29-jährige lebt in Kuckum, einem der vom Abriss bedrohten Dörfer und ist unter anderem Sprecher bei Alle Dörfer Bleiben. Er lässt keine Gelegenheit aus, RWE zu zeigen, dass Klimaschutz nicht nur Option, sondern Verpflichtung ist – und hat mit Solarstrom plus eine eigene Solaranlage auf sein Elternhaus gebaut.

» LESEN SIE HIER MEHR ZU DAVID
GRUBENRANDDORF – EINE SACKGASSE?
   

Keine Zukunftsperspektive am Rande des Tagebaus Garzweiler II? Doch, ganz sicher – wenn man Sonja Ritter und ihre drei Kinder fragt. Während die Folgen des Braunkohleabbaus immer und überall präsent sind, geben Anwohner*innen wie sie alles, ihr Dorf Wanlo lebenswert zu gestalten, für sich und zukünftige Generationen.

Vor zwei Jahren hatte Frank Licht ein entsprechendes Dorfentwicklungsprojekt gestartet, durch das die alte Schule in ein Gemeinschaftshaus verwandelt wurde. Über die nächsten Jahre soll es sich zu einem kulturellen Treffpunkt für alle Generationen entwickeln und Wanlo mit neuen Ideen und mit Leben füllen. Seit August dieses Jahres ziert nun eine Solaranlage das Dach der Dorfschule – für Frank Licht eine Ansage an alle in der Region, die immer noch dem Motto „Weiter so“ folgen.

» LESEN SIE HIER MEHR ZU WANLOS KAMPFANSAGE
PÖDELWITZ GERETTET – EIN DORF STARTET DURCH!

Unweit von Leipzig errangen die Klimaschutzbewegung und vor allem die Bürger*innen aus Pödelwitz letzten Winter einen Erfolg: Die damals neue sächsische Landesregierung verankerte den Erhalt ihres Dorfes im Koalitionsvertrag. Nach Jahrzehnten der Bedrohung und des Bangens ist ihre Heimat endlich sicher! Und jetzt, wie weiter?

Der Landwirt Jens Hausner und seine Mitstreiter*innen haben da eine klare Vision: Ein Dorf wie früher, nur frisch belebt mit neuer Landwirtschaft, Handwerksbetrieben, kleinen Läden und einer echten Gemeinschaft. Die Pödelwitzer schauen nach vorne, bleiben als Teil der Initiative „Alle Dörfer bleiben“ aber auch weiter solidarisch mit den bedrohten Dörfern ringsum – und planen für die Zukunft eine komplett autarke Stromversorgung aus erneuerbaren Energien. Wir haben sie dabei unterstützt!

» MEHR ZUR ERFOLGSGESCHICHTE GEGEN DEN TAGEBAU

Leiten Sie unseren Newsletter an Freunde und Bekannte weiter und helfen Sie uns, so viele Menschen wie möglich für eine saubere Energiezukunft zu begeistern.

Schauen Sie doch einmal auf ausgezeichnet.org vorbei und teilen Sie dort Ihre Erfahrungen mit Greenpeace Energy.

» Bewerten Sie uns.
 
Newsletter abbestellen
 
BLOG f t i y
 
 
© 2021 Green Planet Energy eG
Hongkongstraße 10, 20457 Hamburg
Tel.  +49 40 808 110-600 | info@green-planet-energy.de

Sitz der Genossenschaft: Hamburg / Registergericht: Amtsgericht Hamburg GnR 1002
Vorstand: Nils Müller, Sönke Tangermann / Aufsichtsratsvorsitzender: Thomas Breuer

green-planet-energy.de