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Kick Out Kohle: Warum echter Klimaschutz den schnellen Kohleausstieg braucht

Liebe Leser:innen,

die „heiße Phase des Wahlkampfs“, das ist im Jahr 2021 mehr als eine Worthülse. Denn die drastische Überhitzung unserer Erdatmosphäre prägt die bevorstehende Bundestagswahl wie kein anderes Thema. Das ist auch kein Wunder, denn mit Dürresommern und Waldbränden, Ernteausfällen und Stürmen ist die Klimakrise auch hierzulande voll angekommen. Zu ihrer Bekämpfung wünschen sich mehr als 80 Prozent der Deutschen deshalb mehr Engagement vonseiten der Politik. Auch die Klimabewegung fordert dies am kommenden Freitag wieder ein, beim großen Klimastreik direkt vor der Wahl.

Mehr Engagement für den Klimaschutz meint aber konkrete Schritte: Die konsequente Stärkung von sauberen Energien wie Wind, Sonne oder grünem Wasserstoff, deren Ausbau lange gebremst wurde. Mehr Engagement heißt auch: Klimakillern wie der Kohleverstromung so schnell wie möglich den Stecker zu ziehen. In den Wahlprogrammen vieler Parteien überwiegen bei diesen Themen vage Formulierungen, wo klare Ansagen nötig wären.

Bei vielen Wähler:innen in Deutschland scheint derweil der Eindruck vorzuherrschen, dass der 2020 beschlossene Kohleausstieg ein wirksamer Beitrag für den Klimaschutz sei – Häkchen dran, Thema erledigt? Leider ist das Gegenteil der Fall. Dieser Kohleausstieg ist zu langsam, zu teuer, zu ineffizient – und damit nur ein stumpfes Schwert im Kampf gegen die Klimakrise: Erst 2038 sollen die letzten schmutzigen Meiler vom Netz gehen. Und dafür – wofür genau? – sollen ihre Betreiber-Konzerne auch noch 4,4 Milliarden Euro Entschädigungen aus Steuergeldern erhalten. 

Weil die Klimakrise immer drängender wird, können wir einen so schlechten Kohleausstieg nicht hinnehmen: Green Planet Energy hat deshalb bei der EU-Kommission in Brüssel offiziell Beschwerde dagegen eingelegt. Vor allem aber wollen wir in den kommenden Wochen – rund um Klimastreik, Wahl und Koalitionsbildung – aufrütteln und informieren: Mit deutlichen Warnhinweisen, wie sie von Zigarettenschachteln bekannt sind. Aber vor allem wollen wir informieren und aufklären, mit vielen bisher unveröffentlichten Fakten zum Kohleausstieg:

  • über den Umstand etwa, dass sich ein Drittel der Kohle-Emissionen und milliardenschwere Klimakosten einsparen ließen, wenn Deutschland deutlich früher als geplant aus der Kohle aussteigen würde;
  • darüber, dass ausgerechnet Deutschland von allen europäischen Ländern mit beschlossenem Kohleausstieg das Schlusslicht beim Tempo ist;
  • dazu, dass viele Kohlekraftwerke in den nächsten Jahren ohnehin unwirtschaftlich werden – und somit eine milliardenschwere Entschädigung gar nicht begründet ist;
  • oder darüber, dass die Kohle so viel von unserem nationalen Restbudget an Treibhausgasen auffrisst, dass das Einhalten der eigenen Klimaziele quasi unmöglich wird.

Das sind nur einige der Themen aus unserer aktuellen Info-Kampagne "Kick out Kohle", deren Faktenbasis wir zusammen mit renommierten wissenschaftlichen Instituten aufbereitet haben. Diese und viele weitere Kohle-Fakten präsentieren wir jede Woche neu:

Schauen Sie gerne rein und erfahren Sie etwa, wo Deutschlands schmutzigstes Kohlekraftwerk steht – oder wie hoch die „versteckten Kosten“ des vermeintlich günstigen Kohlestroms sind. Alle Veröffentlichungen sind mit detaillierten, leicht verständlichen Factsheets unterlegt. Wir haben diese wichtigen Argumente aufbereitet für Sie – als kritische Verbraucher:innen und Wähler:innen mit Interesse an Energie und Klimaschutz.

Denn es kommt auf uns alle an! Noch können wir die Erderhitzung auf die kritische Grenze von 1,5 Grad begrenzen. Aber das kann eben nur gelingen, wenn entsprechende, tatsächlich wirksame Maßnahmen getroffen werden. Das gilt für den Verkehr, die Landwirtschaft – und vor allem gilt es für die Energieversorgung. Unsere Forderung an die nächste Bundesregierung, gleich welcher Couleur, ist deshalb, die Kohleverstromung in Deutschland bis spätestens 2030 zu beenden. 

Wir als Green Planet Energy werden diese Mahnungen auch am kommenden Freitag auf die Straße tragen, bei der großen Klimastreik-Demo in Hamburg – zwei Tage vor der Bundestagswahl – werden die Warnhinweise unserer Kohlekampagne deutlich sichtbar sein. Seien auch Sie am Freitag auf einer der 350 Demos bundesweit dabei, und helfen Sie mit, dem Protest gegen die bisher unzureichende Klimapolitik in Deutschland Gesicht und Stimme zu geben. Und nutzen Sie die Chance an der Wahlurne, um mit Ihrer Stimme konsequentere Klimapolitik einer nächsten Bundesregierung auf den Weg zu bringen.

Die Argumente, warum die Braun- und Steinkohle in Deutschland keine Zukunft haben darf und warum Klimaschutz nur mit einem schnellen Kohleausstieg machbar ist, bekommen Sie von uns. Denn nichts ist so wichtig wie kühle Fakten – gerade in der „heißen Phase“ einer entscheidenden Wahl.

 

Herzlichst

Ihr Green Planet Energy-Team

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