In den vielfältigen Foren und Diskussionen tauchte eine Frage immer wieder auf: Wie machen wir das Stromnetz fit für die erneuerbaren Energien? Und so heftig man über manche Fragen, insbesondere die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke, auch stritt: Von der CDU-Frau Marie-Luise Dött über Greenpeace Energy-Vorstand Robert Werner bis zum Elektrotechnik-Professor Ingo Stadler waren sich alle Referenten einig, dass umfassende Investitionen in neue Stromleitungen unverzichtbar sind.

Zwar lassen sich vorhandene Netze durch intelligente Steuerung besser nutzen und neue Kabel an einigen Stellen auch unter die Erde verlegen. An großen Überlandleitungen, die Windstrom großräumig von den großen Parks im Norden zu den Verbrauchern im Süden transportieren, dürfte dennoch kein Weg vorbei führen. 

Nicht überall sind diese Leitungen mit ihren unschönen Riesenmasten gern gesehen. Wichtig sei es deshalb, die Planungen für Anwohner transparent zu machen, mahnte Peter Ahmels von der Deutschen Umwelthilfe. Die AKW-Laufzeitverlängerung, die mehr Atomstrom ins Netz bringt, sei jedoch alles andere als eine Hilfe im Bemühen um mehr Akzeptanz für neue Stromleitungen.