Greenpeace Energy entfacht bei Fridays for Future in Hamburg einen Stimmen-Wirbel für die Windkraft. © Enver Hirsch / Greenpeace Energy eG

Die spielerisch gestaltete Aktion hat einen sehr ernsten Hintergrund: Denn rund 85 Prozent der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen Deutschlands sind energiebedingt. Alleine durch die Windenergie konnten in Deutschland im Jahr 2017 mehr als 70 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden. Um die in Paris vereinbarten internationalen Klimaziele zu erreichen, müssten in Deutschland künftig pro Jahr etwa 1.700 moderne Windräder mit einer Gesamtleistung von 5.000 bis 6.000 Megawatt (MW) neu in Betrieb gehen. Davon sind die aktuellen Ausbauzahlen jedoch weit entfernt: In den ersten drei Quartalen 2019 wurden gerade einmal 600 MW an neuer Windkraftleistung installiert.

„Die Bundesregierung trägt mit ihrer restriktiven Energiewendepolitik die volle Verantwortung dafür, dass Deutschland sein eigenes Ziel hier krachend verfehlt“, kritisiert Sönke Tangermann. „All jene, denen der Klimaschutz und die Zukunft kommender Generationen am Herzen liegen, sollten gegen diese skandalöse und kurzsichtige Politik ihre Stimme erheben.“ Derzeit ringt die Große Koalition um einen Kompromiss bei den umstrittenen Abstandsregelungen für neue Windkraftanlagen. Medienberichten zufolge wurden Vorgaben zum Ausbau der erneuerbaren Energien aus dem aktuellen Entwurf zum Kohleausstiegsgesetz komplett gestrichen.

Verbraucherinnen und Verbraucher, Verbände, Institutionen und Unternehmen können sich dem Aufruf ab sofort anschließen, online ihre Stimme abgeben und den Aktionsaufruf weiter verbreiten. Der Glascontainer tourt in den kommenden Wochen durch mehrere deutsche Städte. Die Installation kann per Live-Stream auf der Webseite www.windstärken.org verfolgt werden.

Redaktionelle Hinweise: Die Aktions-Windbox ist am heutigen Klimastreiktag zwischen 12 und 16 Uhr an der Kundgebungs-Bühne der Klimastreik-Demo in Hamburg (Willy-Brandt-Str. / Ecke Domstraße) im Einsatz. Für Interviews sowie für Foto- und Fernsehaufnahmen stehen wir dort gerne zur Verfügung (Terminvereinbarung siehe Pressekontakt). Fotomaterial für Ihre Berichterstattung finden Sie unter www.greenpeace-energy.de/presse.html. Mehr zur Mitmach-Aktion unter dem Hashtag #windstärken sowie unter der Webseite www.windstärken.org.
 

Aktion zur Rettung der Energiewende: Die Windbox von Greenpeace Energy sammelt Stimmen für den Windkraftausbau bei Fridays for Future in Hamburg und an vielen weiteren Orten in Deutschland. © Enver Hirsch / Greenpeace Energy eG