„Es ist unredlich, den Öko-Energien die Verantwortung für steigende Strompreise zu geben, während Atomkraft und Kohle ihre Kosten bequem und scheinbar unbemerkt auf den Steuerzahler abwälzen“, sagt Robert Werner, Vorstand von Greenpeace Energy. „Statt populistisch nach der Abschaffung des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes zu rufen, müssten endlich alle Kosten sämtlicher Energieträger transparent ausgewiesen werden.“

Auf einen Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden umgerechnet, beläuft sich die Konventionelle-Energien-Umlage auf 140 Euro im Jahr. Mit einer EEG-Umlage von 3,5 Cent für das Jahr 2011 entstehen dem Beispiel-Haushalt Kosten in Höhe von 122,50 Euro. Zur exakten Vergleichbarkeit wären zur EEG-Umlage noch weitere staatliche Förderungen hinzuzurechnen, die Greenpeace Energy derzeit in einer weiteren Studie berechnen lässt.

„Unsere Forschungsergebnisse verdeutlichen, dass die betrachteten atomaren und fossilen Energieträger keinesfalls als günstige und von staatlichen Förderungen unabhängige Energiequellen gelten können“, so FÖS-Geschäftsführer Damian Ludewig.

 

Studie „Billiger Strom aus Atom und Kohle? - Staatliche Förderungen 1970 - 2008“

Hintergrundpapier zur Diskussion um Strompreiserhöhungen durch Erneuerbare Energien