„Am 3. Juni feiern wir in Gorleben, dass dieser Standort endgültig nicht mehr zur Atommüllkippe der Nation wird“, freut sich Jan Becker von der Bürger:inneninitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. schon auf diesen Festtag. Der über 45 Jahre und bis heute anhaltende Protest und Widerstand der Bürger:innen gegen den Atommüllendlagerstandort Gorleben hat politische Erfolgsgeschichte geschrieben: Im September 2020 hatte die Anti-Atom-Bewegung endlich ihr großes Ziel erreicht – der Standort Gorleben wurde aus der weiteren Endlagersuche ausgeschlossen. Die Begründung: der Salzstock sei geologisch ungeeignet, was Kritiker:innen bereits vorgebracht hatten und von Wissenschaftler:innen belegt worden war.

Dieser Etappensieg will auch gefeiert werden – und zwar mit der Kulturellen Widerstandspartie. Die  Bürger:inneninitiative feiert damit zugleich die Abschaltung der letzten drei Atomkraftwerke Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 zum Ende dieses Kalenderjahres.

Treffpunkt ist am 3. Juni um 14 Uhr am vormaligen Endlagerstandort zum Gorlebener Gebet. Um 16 Uhr geht es weiter mit einer großen, bunten Demo unter dem Motto: „Tschüss Endlager – auf zum Protest gegen das unsichere Zwischenlager!“ Die Demonstration führt einmal um das alte Salzbergwerk und endet vor dem Zwischenlager, in dem zahlreiche Castor-Atommüllbehälter lagern. Bis spät in den späten Abend wird es ein großes Open-Air-Festival mit Musik, Demo, Theater- und Infoveranstaltungen geben. Teilnehmen wird neben vielen Anderen prominenten politisch Aktiven auch der Träger des Alternativen Nobelpreis 2021 (Right Livelihood Award) Vladimir Slivyak, der sich unter schwierigen Umständen seit Jahrzehnten als Kritiker der Kohle- und Atomindustrie in Russland engagiert.

Das komplette Programm und weitere Details zur Kulturellen Landpartie: https://kulturelle-widerstandspartie.de/