Seit Januar 2022 ist es soweit: Die sechs Ökokraftwerke des Windpark Uetersen speisen zwölf Megawattstunden sauberen Strom direkt für unsere Ökoenergiegenossenschaft ins Netz ein – genug für 3.000 Haushalte.

Mit dem Auslaufen der EEG-Vergütung nach 20 Jahren Laufzeit wird der Windpark Uetersen nicht etwa abgeschaltet, ein Schicksal, das vielen anderen Alt-Windparks droht. Denn zum Jahresbeginn 2022 ist ein sogenanntes „Power Purchase Agreement“ (PPA) in Kraft getreten. Über diesen Stromabnahmevertrag bezieht Green Planet Energy (GPE) den Windstrom direkt von den Anlagenbetreibern. „Durch das PPA kann der Windpark weiter wirtschaftlich betrieben und seine Ökostromproduktion so für die Energiewende bewahrt werden“, sagt Julian Tiencken, Geschäftsführer des GPE-Tochterunternehmens Green Planet Projects, das an der Windpark-Betreibergesellschaft beteiligt ist. „Und unsere Muttergesellschaft kann die nächsten drei Jahre erneuerbaren Strom zu auskömmlichen Bedingungen beziehen, was in Zeiten explodierender Energiekosten die Preise für ihre Kund:innen stabilisieren hilft.“ Anschließend sollen die sechs alten Rotoren in Uetersen im Rahmen eines „Repowering“ durch vier moderne Anlagen ersetzt werden, die dann pro Jahr 48 Millionen Megawattstunden Windstrom produzieren werden.

Auch die aktive Bürger:innen-Beteiligung wird mit dem Projekt angestoßen. „Mit dem Repoweringprojekt wollen wir die regionale Bürgerenergie vor Ort stärken, indem wir lokalen Akteuren bei der Gründung einer Energiegenossenschaft unterstützen, über die sich Anwohner:innen am neuen Windpark beteiligen können. „Dies kann ein Kristallisationspunkt werden, über den dann im Sinne der Energiewende weitere Projekte vor Ort entstehen können“, so Jasper Starke, der für Uetersen zuständige Projektentwicklungs-Teamleiter bei Green Planet Projects.

Weitere Informationen: https://www.windpark-uetersen.de/