Fragen und Antworten rund um die Gasversorgung (2)

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gelbe Gasleitung mit Gashahn
Woher kommt das Gas in der Leitung? Green Planet Energy gibt Antworten / (c) iStock/Bet_Noire

Die Situation am Energiemarkt bleibt angespannt, und viele Verbraucher:innen fragen sich, welches Gas eigentlich in ihrer Heizung ankommt. Der zweite Teil unserer Blog-Serie zum Thema Gasversorgung widmet sich daher der Frage:

Aus welchen Quellen stammt das Gas, mit dem Green Planet Energy seine Kund:innen beliefert?

Das Wichtigste vorweg: Auch das proWindgas von Green Planet Energy besteht neben gutem Biogas und einem Anteil grünen Wasserstoffs noch zu einem großen Teil aus Erdgas. Wir haben uns vor allem aus Klimaschutzgründen längst auf den Weg begeben, diesen fossilen Gasanteil in den nächsten Jahren auf null herunterzufahren.

Bereits heute (2022) liegt bei Green Planet Energy der Anteil erneuerbarer Gase für alle Kund:innen zwischen 15 bis 20 % (der genaue Anteil kann erst nachträglich anhand des tatsächlichen Verbrauchs ermittelt werden). Unsere proWindgas-Produkte hatten 2021 eine durchschnittliche Zusammensetzung von 1 % Windgas, 11 % Biogas und 88 % Erdgas. Die erneuerbaren Anteile des Gasmixes werden kontinuierlich erhöht und sollen ab 2027 fossiles Erdgas komplett ersetzen. Dieses Ziel haben wir uns bereits 2020 gesetzt, und es ist im vollen Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel von Paris – und sogar etwas rascher als danach erforderlich.

Seit Januar 2015 ist die Gelsenwasser AG Lieferantin unseres Erdgases und bezieht die Mengen für uns am Gasmarkt. Sie ist eines der größten Trinkwasserversorgungsunternehmen Deutschlands, aber auch im Energiesektor tätig – insbesondere im Bereich Erdgas.

Green Planet Energy hat im Rahmen seiner Gasbeschaffung keinerlei Geschäftsbeziehungen zu Energieunternehmen in russischer Hand. Bereits vor Jahren haben wir versucht, ein System für Herkunftsnachweise für Erdgas auf den Weg zu bringen – um Gas aus politisch zweifelhaften oder ökologisch besonders kritischen Quellen zu identifizieren und ggf. gezielt ausschließen zu können. Aufgrund der verzweigten Struktur des grenzüberschreitenden Gasnetzes und der unübersichtlichen Struktur des Gasmarktes erwies sich dieses Vorhaben als nicht umsetzbar. Bis heute kann kein Anbieter exakt sagen, woher die von ihm gelieferten physischen Gasmengen tatsächlich stammen.

Wollten wir Erdgasanteile aus bestimmten Herkunftsländern in unserem Mix also komplett und sicher ausschließen, könnten wir unsere zehntausende, derzeit noch auf ihre Gasthermen angewiesenen Gaskund:innen nicht mehr beliefern. Diese Kund:innen haben sich bereits früh und bewusst für einen Veränderungs-Pfad ihrer Gasversorgung entschieden, und dies wollen wir weiterhin unterstützen.

Die Frage „Ist meine Gasversorgung gesichert?“ haben wir hier beantwortet.