Gasversorgung gesichert
Niemand soll im Kalten sitzen - die Gasversorgung für Privathaushalte ist gesichert / (c) Shutterstock

Update (18.5.2022): Die Bundesnetzagentur informiert auf ihrer Internetseite tagesaktuell über die Lage der Gasversorgung in Deutschland. Der Leiter der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, sagt: Private Haushalte gelten als „geschützte Kunden“, ihre Versorgung ist sicher – auch im Fall eines Lieferstopps von russischem Gas.

Was jetzt wichtig ist zu wissen:

  • Private Verbraucher:innen zählen zu den geschützten Kund:innen. Das bedeutet, Sie werden vorrangig mit Gas versorgt. Zum geschützten Kreis gehören außerdem wichtige Bereiche des öffentlichen Lebens und der Infrastruktur wie zum Beispiel Krankenhäuser, soziale Einrichtungen wie Pflegeheime, Schulen und Kitas, zudem Feuerwehr und Polizei. Auch für Gewerbebetriebe mit einem jährlichen Verbrauch von bis zu 1,5 Millionen Kilowattstunden Gas wie Bäckereien und Supermärkte wird die Gasversorgung sichergestellt.
  • Aus dem heutigen Tagesbericht der Bundesnetzagentur geht hervor, dass momentan Gas eingespeichert wird: „Die aktuellen Füllstände liegen mittlerweile z.T. deutlich höher als im Frühjahr 2015, 2017, 2018 sowie 2021.“ Die Speicher sind aktuell zu knapp 42 Prozent gefüllt (zum Vergleich: 1.4.2022: 26,7 %, 1.3.2022: 27,8 %).
  • Für die energie-intensive Industrie gibt es einen Kriterienkatalog, der regelt, welche Betriebe versorgt werden. Möglich ist in diesem Zusammenhang auch eine zeitweise Drosselung der Gasversorgung in bestimmten Bereichen. Vorrang bei der Versorgung haben solche Unternehmen, die einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung der Allgemeinheit leisten – etwa was die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten betrifft.
  • Sollte tatsächlich eine Priorisierung notwendig werden, träfe es laut dem Bundesnetzagentur-Chef zunächst Freizeiteinrichtungen wie Schwimmbäder. Aktuell geht man in der Behörde jedoch nicht von einer drohenden Gasmangellage aus.

Wir informieren Kund:innen und Interessierte an dieser Stelle weiterhin über aktuelle Entwicklungen am Gasmarkt.

Auch uns als Ökoenergieversorger erreichen vermehrt Anfragen unserer Kund:innen, wie es um die Gasversorgung bestellt ist, was die aktuelle Entwicklung an den Energiemärkten für die Energiewende bedeutet oder wie Green Planet Energy sich zur diskutierten Alternative Flüssiggas (LNG) positioniert. Da viele dieser Fragen auch über unseren Kund:innenkreis hinaus von Interesse sind, wollen wir sie an dieser Stelle beantworten. Der heutige erste Teil dieser Serie widmet sich der Frage:

Ist meine Gasversorgung gesichert?

Die kurze Antwort lautet: Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, dass Sie morgen in einer kalten Wohnung sitzen müssen.

Die ausführliche Antwort: Die Heizperiode ist in Deutschland praktisch vorüber, und die Gasspeicher sind so weit gefüllt, dass aktuell die Versorgung sichergestellt ist. Zudem helfen auch Gaslieferungen aus anderen Import-Ländern wie Norwegen sowie eine gezielte Verteilung über das europäische Verbundnetz dabei, mögliche Engpässe zu verhindern.

„Gasmangellage“ derzeit nicht zu befürchten

Sie als private Verbraucher:innen sind in jedem Fall besonders geschützt. Die Versorgung der Bevölkerung mit Gas hat offiziell Vorrang vor anderen Abnehmern wie etwa der Industrie. Das gilt insbesondere im Fall einer sogenannten „Gasmangellage“, wenn die Speicher nur wenig gefüllt sind und bei reduzierten Gaslieferungen aus dem Ausland. Zur Absicherung der Verbraucher:innen sorgt dann die Bundesregierung mit ihrem „Notfallplan Gas für die Bundesrepublik Deutschland“. Dieser sieht vor, dass in einem solchen Krisenfall der Gasmarkt von einem dazu legitimierten Gremium reguliert wird. Dieses Gremium regelt unter anderem, wie das verfügbare Gas verteilt wird. Dabei haben private Haushalte immer Vorrang. Grundlage hierfür ist der Paragraf 53a des Energiewirtschaftsgesetzes.

Wir als Green Planet Energy sind als Energiegenossenschaft wirtschaftlich äußerst solide aufgestellt, sodass sich unsere Kund:innen keine Sorgen um ihre Gasversorgung machen müssen. Wir werden Sie weiter zuverlässig mit proWindgas versorgen. Das gleiche gilt für die Stromversorgung.

Auch Ölreserven sind in ausreichender Menge vorhanden

Sollte die Versorgung mit Öl und Gas aus Russland unterbrochen werden, greifen verschiedene Maßnahmen. Zum einen gibt es in der Europäischen Union ein „robustes System für strategische Ölreserven“, wie die EU-Energiekommissarin Kadri Simson bestätigt. Die Mitgliedsstaaten haben einen Ölvorrat für mindestens drei Monate. Wenn die Versorgung gestört werde, kann dieser Vorrat ganz oder in Teilen freigegeben werden. Das ist bislang dreimal passiert: Während des Golf-Krieges, beim Hurrikan Katrina und während des Libyen-Kriegs. Außerdem ist es möglich, dass die Industrieproduktion gedrosselt wird oder die Kraftwerke für die Fernwärme heruntergeregelt werden. Sparsam zu heizen ist zudem sinnvoll; frieren sollen Sie zu Hause aber gewiss nicht, denn davon hat niemand etwas.

Was Sie sofort tun können, um Ihre Heiz- und Stromkosten zu senken, haben wir hier für Sie zusammengefasst.